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Kreis Mettmann: Kreistag: Mini-FDP stellt wieder den stellvertretenden Landrat

Kreis Mettmann : Kreistag: Mini-FDP stellt wieder den stellvertretenden Landrat

Der neu gewählte Kreistag ist gestern zu seiner konstituierende Sitzung zusammengekommen. Der wiedergewählte Landrat Thomas Hendele erinnerte die 77 anwesenden Mitglieder daran, dass sie nicht Entsandte einer Stadt oder einer Interessengruppe sind, sondern aktiv an der Gestaltung des Kreises mitwirken können.

Hendele betonte, eine bessere Ausgangslage könne man kaum haben. Der Kreis sei schuldenfrei und der steuerstärkste in ganz Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus habe es noch nie so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gegeben wie heute.

Der Kreis Mettmann sei sehr attraktiv, was durch die hohen Zahlen an Einpendlern unterstrichen werde. Für die soziale Sicherung stelle der Kreis mehr als 50 Prozent seiner Mittel bereit. Auf diesen Lorbeeren dürfe man sich aber nicht ausruhen. Als eines der großen Ziele der nächsten sechs Jahre nannte Hendele die Umsetzung der Inklusion. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Eltern behinderter Kinder eine echte Wahlfreiheit haben", sagte Hendele. Dazu gehöre auch weiterhin ein flächendeckendes Netz von gut erreichbaren Förderschulen. Gemeinsam mit den Städten sei allerspätestens im übernächsten Jahr eine Lösung fällig. Ebenfalls angepackt werden müsse die Vermittlungsquote von Langzeitarbeitslosen. Eine Herausforderung sei die Situation in der Pflege. Mit den Städten und den Krankenkassen müssen neue Angebote geschaffen werden. Ein großes Thema sei die Verkehrsinfrastruktur. Dringend nötig ist die Fertigstellung der A 44 sowie der B229 von Langenfeld nach Solingen. Seit mehr als zehn Jahren werde ein Beschluss des Kreistags von der Landesregierung unterlaufen. In der Sitzung wurden die stellvertretenden Landräte gewählt. 63 Kreistagsmitglieder stimmten für den Haaner Michael Ruppert (FDP), der schon zuvor stellvertretender Landrat war. Mit 14 Stimmen wurde Manfred Krick (SPD) ebenso wie Ernst Buddenberg wiedergewählt.

Die Grünen übten scharfe Kritik an der Wahl Rupperts. Weil die FDP keinen eigenen Landratskandidaten nominiert und damit maßgeblich zur Sicherung der Position von CDU-Landrat Thomas Hendele beigetragen habe, erhalte sie jetzt von den Christdemokraten "zur Belohnung" den ersten stellvertretenden Landratsposten.

(RP)