Kreispolizei Mettmann dankt Zeugen von Straftaten

Bürger zeigen Zivilcourage : Notruf gewählt - Täter festgenommen

Die Kreispolizeibehörde hat sich gestern bei Bürgern bedankt. So konnte die Polizei zwei Einbrecher festnehmen.

Kreisdirektor Martin M. Richter hat sich gestern bei zwei Bürgern bedankt, durch deren Hilfe zwei Einbrecher festgenommen werden konnten. „Sie haben die innere Hemmschwelle überwunden und absolut richtig gehandelt, in dem sie über den Notruf  110 die Polizei angerufen haben“, sagte Richter. Dies habe nichts mit Blockwart-Mentalität oder Denunziantentum zu tun, sondern sei Zivilcourage und Bürgerpflicht.

Peter Mentgen bewohnt ein Reihenmittelhaus in Ratingen. Seine Frau hatte morgens um 6 Uhr einen jungen Mann auf der Terrasse entdeckt. „Als ich zum Fenster kam, war er schon weg. Kurze Zeit später hörte ich, wie er am Nachbarhaus mit einem Stein die Terrassentüre eingeworfen hatte. An das ungewohnte Geräusch kann ich mich bis heute gut erinnern“, sagt Mentgen. Er wählte die Notrufnummer 110 und meldete bei der Einsatzleitstelle den Einbruch. „Die  Polizei war mit drei Streifenwagen schnell am Tatort und hat den Einbrecher noch auf der Terrasse festgenommen. Er konnte ohne Aufpreis im Polizeiwagen mit zur Wache fahren.“

Wie wichtig solche Hinweise aus der Bevölkerung sind, stellte Richter noch einmal heraus. „Jeder Bürger, der eine verdächtige Beobachtung macht, sollte bei der Polizei anrufen. Lieber einmal zu viel, als gar nicht.“

Auch Horst Diekkämper aus Mettmann half der Polizei einen Einbrecher festzunehmen. „Ich war auf dem weg zum Wahllokal in der Kreissparkasse an der Stübbenhauser Straße“, erzählt er. Er beobachtete einen Mann, der sich zunächst in einem Vorgarten aufhielt und dann weg lief. „Kurze Zeit später habe ich gesehen, wie er die Eingangstüre eines Hauses an der Stübbenhauser Straße einschlug.“ Diekkämper war so aufgeregt, dass ihm die Hände zitterten. Er sprach ein junges Pärchen an, das auf der Straße ging und bat es, die Polizei anzurufen.  Kurze Zeit später sei die Polizei gekommen, habe den Täter überwältigen und festnehmen können.

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In diesem Zusammenhang warnt Bernd Hildebrand, Leiter des Kommissariates Vorbeugung und Opferschutz, selbst den Täter festhalten zu wollen. „Das ist viel zu gefährlich. Der Schraubendreher des Einbrechers kann auch von ihm als Waffe eingesetzt werden. Überlassen sie die Festnahme den Profis, nämlich der Polizei.“  Im Metzkausener Fall wurde ein Polizist bei der Festnahme des Täters selbst verletzt.

Richtig sei es, sich Helfer zu holen, wie in der Stübbenhauser Straße Man könne sich so  Aufgaben teilen. Wichtig sei auch, ein gute Täterbeschreibung beim Telefonat mit der Polizei abzugeben. Das hilft, wenn sich der Einbrecher aus dem Staube macht.

Die gestrige Auszeichnung hängt mit  der Landeskampagne der Polizei „Riegel vor! Sicherer ist sicher zusammen“. Die Polizei wird bis zum 31. Oktober im gesamten Kreisgebiet Infostände anbieten. Dort beraten Polizeibeamte die Bürger, wie man seine eigenen vier Wände sicher schützt und sich im Notfall richtig verhält.

„Wichtig ist der direkte Draht zur Polizei. Deshalb soll man keine Scheu haben, die Notrufnummer 110 zu wählen“, sagt Kreisdirektor Richter.

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