Kreis sucht Festival-Tester für Biennale

Kreis Mettmann : Kreis sucht Festival-Tester für Biennale

Wenn der Theaterreigen am 29. Juni beginnt, sollen Publikumsvertreter nach ihrer Meinung befragt werden.

In allen zehn Städten des Kreises sorgt die Neanderland-Biennale vom 29. Juni bis zum 14. Juli wieder für ein buntes Theaterprogramm mit ungewöhnlichen Inszenierungen. In diesem Jahr will der Veranstalter ganz gezielt die Meinung der Besucher abfragen: Was sagen sie zu den Produktionen und Events der Biennale? Trifft das Programm den Geschmack, den Nerv des Publikums?

Gesucht werden daher Theatergänger aus dem Kreis Mettmann, die das Festival diesmal genauer unter die Lupe nehmen und von ihren Eindrücken und Erlebnissen berichten. Die Festival-Tester können sich Biennale-Veranstaltungen aussuchen, die sie kostenlos besuchen – im Gegenzug wünschen sich die Organisatoren im Nachgang der jeweiligen Vorstellung eine kurze Reflexion.

Die Eindrücke können sowohl schriftlich als auch in Form eines Videos abgegeben werden. Die Ergebnisse werden auf der Internetseite der Biennale und auch in den sozialen Medien veröffentlicht. „Vorkenntnisse beziehungsweise eine Affinität zum Theater und/oder Schreiben sind zwar von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Das nötige Rüstzeug erhalten die Teilnehmer rechtzeitig vor Biennale-Beginn in einem Vortrag, bei dem Theaterprofis in das Festival und die Grundlagen einer Theaterrezension einführen“, erläutert Daniela Hitzemann, Sprecherin der Mettmanner Kreisverwaltung.

Es werden zwei abendliche Vorträge angeboten, einer im Nordkreis (4. Juni in Velbert) und einer im Südkreis (5. Juni in Hilden). Wer interessiert ist und Festival-Tester werden möchte, schickt eine Mail mit Angaben zur Person (Name, Alter, Wohnort) und einer kurzen Begründung, warum er Tester werden möchte, an die Adresse theresa.hund@kreis-mettmann.de.

Das Theaterfestival beginnt am 29. Juni, das Motto lautet diesmal „Theater hoch zehn“ – weil alle zehn Städte des Kreises Spielorte sind und zehn Theater unterschiedlichen Formats ausgewählt wurden. Sie verheißen bis zum 14. Juli mit insgesamt 40 Veranstaltungen pures Theatervergnügen.

Die Ensembles kommen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, auch Akteure aus der Amateurszene im Neanderland sind eingebunden. Wie immer bei der Biennale wird der Großteil der Stücke unter freiem Himmel gespielt. Bei allen Veranstaltungen ist allerdings für wetterfeste Ausweichräume gesorgt. So muss niemand fürchten, dass etwa das Bürgerdinner zum Auftakt des Festivals am 29. Juni ins Wasser fallen könnte. Festlich gedeckt wird die lange Tafel, an der sich die Besucher ab 19 Uhr mit mitgebrachten Speisen und Getränken niederlassen können, vorsorglich unter dem Dach des Marktplatzes an der Bavierstraße in Alt-Erkrath.

Für Amüsement sorgen dann lokale Helden wie die Erkrather Musikschule und die Kultur- und Theaterinitiative Neandertal – und ab 21 Uhr die Gruppe „Bankal Balkan“ aus Frankreich mit einer energiegeladenen Musikrevue. Hier gilt, wie bei vielen, aber nicht bei allen Biennale-Veranstaltungen, das bewährte Prinzip „Betaal wat de häs“. Sprich: Der Besucher bezahlt am Ende, was ihm die Veranstaltung wert war.

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