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Kreis Mettmann: Wirtschaft wird Corona-Minus erst 2022 ausgleichen

IHK-Umfrage im Kreis Mettmann : Wirtschaft wird Corona-Ausfälle erst 2022 ausgleichen können

Nicht allein Zahlen, sondern Stimmungen treiben die Wirtschaft. Im Kreis Mettmann bessern sich gerade die Aussichten in den Betrieben. Das hat die IHK bei ihrer Frühjahrsumfrage festgestellt.

Die Wirtschaft im Kreis Mettmann wird länger unter den Folgen der Corona-Krise zu leiden haben als bei der Weltfinanzkrise 2008. Zwar helle sich zurzeit die Stimmung in den allermeisten Branchen und Unternehmen auf. „Trotz dieses Aufwärtstrends dürfte sich die Rückkehr zum wirtschaftlichen Vor-Corona-Niveau weiter hinauszögern, und zwar auf mindestens das nächste Jahr“, dämpft der Chefvolkswirt der Industrie- und Handelskammer (IHK), Gerd Helmut Diestler, die Erwartungen. Dieser Einschätzung folgt fast jedes zweite befragte Unternehmen.

Es geht aufwärts, aber ohne Schwung – haben 170 Betriebe mit rund 15.000 Beschäftigten aus dem Kreis Mettmann bei der IHK-Frühjahrsumfrage in der zweiten April-Hälfte signalisiert. Dabei gibt es große Unterschiede je Branche. Die Verarbeitende Industrie hat sich aus ihrem Absturz im ersten Corona-Jahr herausgearbeitet. Vor allem bei der für den Kreis Mettmann wichtigen Zulieferindustrie ist der Umschwung deutlich: Der Lage-Index steigt auf plus 18 Punkte nach zuvor minus 25 Punkten. Das ist mehr als nur ein Gefühl: Neueste Umsatzzahlen der Industrie zeigen vor allem für das Neanderland einen kräftigen Schub. Das Plus von 10 Prozent bei den Inlands- und sogar um 18 Prozent bei den Auslandsumsätzen ist im Vorjahresvergleich allerdings auch von der damaligen Automobilkrise beeinflusst.

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Selbst der Einzelhandel sei im Kreis nicht so unzufrieden wie anderswo. Grundversorger gehören zu den Corona-Gewinnern. Und Homeoffice und Kurzarbeit binden die Nachfrage an die Wohnorte. Stabil zeigt sich der Arbeitsmarkt. Als größte Risiken werden Rohstoffknappheit und hohe Rohstoffpreise, die Energiekosten und der Facharbeitermangel genannt.