Kreis Mettmann - Sturmtief hält Feuerwehren in Atem

Einsätze : Sturmtief hält Feuerwehren in Atem

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern sorgte Tief „Bennet“ vor allem für umgestürzte Bäume. Die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun.

Der heftige Sturm hat am Montag zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr im Kreis Mettmann geführt. Wie der Dienstgruppenleiter der Rettungsleitstelle für den Kreis Mettmann, Uwe Engelbert mitteilte, gab es allein bis zum späten Vormittag 88 Einsätze im Kreis. Schwerpunkte der Hilfeleistungen lagen in Mettmann und in Erkrath, aber auch Wülfrath, Heiligenhaus, Hilden, Velbert und Ratingen waren betroffen.

Den größten Einsatz hatte die Feuerwehr Mettmann am Montagvormittag im Neandertal. Dort musste ein Baum zertrennt und von der Straße entfernt werden, der durch die starken Sturmböen auf die Fahrbahn gestürzt war. Die Straße ist mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben. „Verletzte gab es bei den bisherigen Einsätzen glücklicherweise nicht", berichtet Matthias Mausbach, Leiter der hauptamtlichen Feuerwehr in Mettmann. „Dennoch ist bei den derzeitigen Bedingungen äußerste Vorsicht geboten." Auch am Goldberg musste die Feuerwehr umgestürzte Bäume entfernen.

In Erkrath war an der Beethovenstraße eine zirka 20 Meter hohe Birke umgestürzt und hatte einen Kleinwagen unter sich begraben. An dem Fahrzeug entstand Totalschaden. Eine weitere Birke war mitgerissen worden und musste von der Drehleiter aus abgetragen werden. Im weiteren Verlauf mussten die Einsatzkräfte aller Löschzüge der Stadt Erkrath, teilweise parallell, verschiedene Einsatzstellen bearbeiten. An der Schimmelbuschstraße lösten sich Fassadenteile an einem Gebäude. Durch den Einsatz der Drehleiter konnte die Einsatzstelle gesichert werden. Am Hochdahler Markt lösten sich Dachziegel von einem Gebäude und wurden von der Feuerwehr entfernt. An der Carl-von-Ossietzky-Straße, Falkenberger Weg sowie an der Gruitener Straße und am Hochscheuer Weg mussten sogenannte Gefahrenbäume durch die Feuerwehr beseitigt

werden. Im Einsatz waren insgesamt 41 Einsatzkräfte.

In Wülfrath hat die Stadtverwaltung am Vormittag wegen der Wetterlage den Stadtpark sperren lassen.

In Hilden war eine Ampelanlage durch die Böen in Mitleidenschaft gezogen worden, auch hier war die Feuerwehr im Einsatz und drehte die Verkehrsampel wieder in die richtige Richtung. Ein Baum in der Itter in Hilden musste aus dem Bach entfernt werden, da die Gefahr bestand, dass der Stamm die Itter stautt und sie somit über die Ufer  tritt.

Im Kreisgebiet, so Engelbert, waren diverse Bäume umgestürzt, teilweise auf geparkte Autos. So wurde ein Wohnmobil in Velbert durch einen umgestürzten Baum auf einem Privatgelände beschädigt.

Überall auf dem Straßen lagen Äste, die der Sturm abgebrochen hatte. Verkehrsschilder wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezigen.

Die ersten Einsätze wurden gestern Morgen gegen 7.20 Uhr der Leitstelle gemeldet.

.Der Start des Karnevalszuges in Ratingen wurde aufgrund des Sturms auf 15.11 Uhr verschoben.

Die  Prognose von Windstärke 10 in Böen wie die  sturmbezogene Einsatzlagen im Kreis Mettmann hatten dieser Entscheidung geführt.

Nach einer kurzen Beruhigung am späten Vormittag könnte das Sturmtief laut Wetterprognose zwischen 12 und 15 Uhr noch einmal stärker werden. Die Feuerwehr bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, abgeknickte Bäume und Äste sowie Waldgebiete im Allgemeinen zu meiden. Im Notfall sollte unverzüglich die 112 gewählt werden.

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