Stadtverwaltungen, Technische Betriebe, Verwaltung und Co. Warnstreiks im Kreis Mettmann werden fortgesetzt

Mettmann · Verdi kündigt weitere Streiks im Kreis Mettmann an. Mit erheblichen Einschränkungen bei Bürgerbüros, KFZ-Zulassungsstelle und anderen städtische Dienstleistungen ist zu rechnen – auch städtische Kitas sollen geschlossen bleiben.

 Im vergangenen Mia demonstrierten Erzieherinnen auf dem Jubi für mehr Wertschätzung. Jetzt kündigt Verdi Streik an – städtische Kitas werden geschlossen bleiben.

Im vergangenen Mia demonstrierten Erzieherinnen auf dem Jubi für mehr Wertschätzung. Jetzt kündigt Verdi Streik an – städtische Kitas werden geschlossen bleiben.

Foto: Valeska von Dolega

„Absolut enttäuschend!“, so lautet das Fazit der ersten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst von Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. „Die Beschäftigten sind stinksauer“, berichtet sie.

Arbeitgeber ließen keine keine Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen erkennen, sondern „lassen ihre Beschäftigten im Regen stehen“, kritisiert die Gewerkschafterin.

Deshalb ruft Verdi Montag, 13. Februar, die Stadtverwaltungen Wülfrath und Heiligenhaus, sowie die Technische Betriebe Velbert und die Musikschulen zum Warnstreik auf. Am 14. Februar werden dann die Beschäftigten der Stadtverwaltungen Mettmann, Hilden und Ratingen sowie der Kreisverwaltung Mettmann und die Musikschule Mettmann in den Warnstreik gerufen. Mit erheblichen Einschränkungen bei Bürgerbüros, KFZ-Zulassungsstelle und anderen städtische Dienstleistungen ist zu rechnen, auch städtische Kitas werden geschlossen bleiben.

„Von den hohen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sind die Beschäftigten der unteren und mittleren Entgeltgruppen überproportional betroffen. Deshalb ist uns diese soziale Komponente extrem wichtig“, betont Stephanie Peifer.

Aber genau das haben die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde kategorisch ausgeschlossen. Sie bestreiten auch einen Fachkräftemangel, allenfalls bei herausgehobenen Fach- und Führungskräften hätten sie Probleme, Personal zu gewinnen, berichtet Stephanie Peifer. „Das ist pure Realitätsverweigerung! Bundesweit sind rund 300.000 Stellen im öffentlichen Dienst nicht besetzt.“ Das betrifft alle Berufsgruppen von den Buslenkern über Erzieheende, Sozialarbeiter der Krankenpfleger. „Dabei brauchen wir einen starken und leistungsfähigen öffentlichen Dienst. Und dafür braucht es vor allem eins: wettbewerbsfähige Einkommen und keine Reallohnverluste.“

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