Kreis Mettmann: Erster Warntag in NRW 2018 - Sirenen heulen zum Probealarm

Kreis Mettmann: Test: Heute heulen kreisweit die Sirenen

Heute, Donnerstag, ist der erste landesweite Warntag. In Erkrath gibt es Lautsprecher-Durchsagen der Feuerwehr.

In Mettmann, Haan, Heiligenhaus, Langenfeld,  Monheim  und Velbert heulen heute, Donnerstag, beim ersten landesweiten Warntag die Sirenen. um 10 Uhr ertönt erst ein einminütiger Dauerton (Entwarnung). Nach einer fünfminütigen Pause ist ab 10.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 10.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

In Hilden bleiben die Sirenen stumm. Das Netz muss erst modernisiert werden, bevor es wieder einsatzbereit ist. Die Sirenen können in Hilden zurzeit ausschließlich das Signal „Feueralarm“ geben. Für die Aufrüstung sind bereits Gelder im Haushalt 2018 und 2019 eingeplant.

In Erkrath muss das Sirenen-System komplett neu aufgebaut werden. Die Bürger werden am Warntag stattdessen durch Lautsprecher-Fahrzeuge alarmiert, die auf festgelegten Routen unterwegs sind.

Die kreisangehörigen Städte und der Kreis Mettmann testen ab 10 Uhr ihre Warnkonzepte. Dazu zählt auch die Warnung über die „Nina“-App. Die Bürger sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk (WDR 2 und Radio Neandertal) Informationen und Verhaltenshinweise gegeben. Die Nummern 110 und 112 sind nur in Notfällen zu wählen.

  • Testlauf für den Ernstfall : In ganz NRW haben heute um 10 Uhr die Sirenen geheult

Das Land hat jüngst festgelegt, dass zweimal im Jahr – jeweils am ersten Donnerstag der Monate März und September um 10 Uhr – Warntage durchgeführt werden. Diese dienen nicht nur dem regelmäßigen Test der Warnsysteme, auf diese Weise können die Bürger auch mit den Sirenensignalen und deren Bedeutung vertraut gemacht werden.

Der Kreis Mettmann  sieht Sirenensignale nach wie vor als maßgebliche Warnmöglichkeit an. Sirenen wird ein Weck-Effekt zugeschrieben. Ihr Ton erregt Aufmerksamkeit und weckt die Bewohner gegebenenfalls auch aus dem Schlaf. Gerade nachts seien im Normalfall der Fernseher und Radio ausgeschaltet und das Handy könne lautlos gestellt sein, erläutert Mirko Braunheim, stellvertretender Kreisbrandmeister. „Der Heulton einer Sirene ist davon unabhängig“, sagt Braunheim.

Bis Anfang der 1990er Jahre existierte ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes, das ursprünglich die Bevölkerung vor möglichen Luftangriffen warnen sollte. Viele Menschen kannten die dazugehörigen Warntöne, regelmäßige Probealarme gehörten vielerorts zum Alltag. Nach dem Ende des sogenannten Kalten Krieges hat der Bund dieses Sirenennetz aufgegeben und den Kommunen zur Übernahme angeboten. Nur einige haben zugegriffen, andere die Sirenen abgebaut.

www.warnung.nrw

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