Kreis Mettmann bringt Etat 2019 ein

Etat-Entwurf 2019 im Kreistag eingebracht: Kreis freut sich über Rekordeinnahme

Zusammen mit den Schlüsselzuweisungen des Landes von 51,2 Millionen Euro verfügt der Kreis über eine Rekordumlage von 1,3 Milliarden Euro. Viel Geld bekommt der Landschaftsverband.

Landrat Thomas Hendele und Kreiskämmerer Martin M. Richter strahlen um die Wette: Sie haben gestern den Entwurf eines Rekordhaushaltes für 2019 im Kreistag eingebracht. Die hohe Steuerkraft, die Vollbeschäftigung und die boomende Wirtschaft führen dazu, dass der Haushalt eine Rekordumlage-Grundlage von 1,3 Milliarden Euro aufweist. „Diese enorme Summe, die um sage und schreibe 87 Millionen Euro höher ausfällt als im Vorjahr, erlaubt es uns, die Kreisumlage auf den niedrigsten Hebesatz der letzten Jahrzehnte, nämlich auf 29,61 Prozentpunkte, festzusetzen“, sagt Hendele. „Das bedeutet, dass die Städte im nächsten Jahr von 100 Euro Steuereinnahmen nur noch 29,61 Euro an Kreisumlage zahlen werden. Zur Erinnerung: Im Jahr 2005 waren es noch 45,10 Euro.“ Aber: Von diesen 29,61 Euro muss der Kreis 14,70 Euro direkt an den Landschaftsverband Rheinland weiterreichen. Für die Finanzierung seiner eigenen vielfältigen Ausgaben erhebt der Kreis von 100 Euro Steuereinnahmen lediglich 14,91 Euro. Allerdings zahlen die kreisangehörigen Städte 385,4 Millionen Euro und somit 1,6 Millionen insgesamt mehr an den Kreis.

Der Kreis hat zahlreiche Investitionen eingeplant. Er baut in Mettmann am Peckhaus eine auf zehn kreisangehörige Städte ausgelegte Leitstelle für den Rettungsdienst, den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz sowie Räume für die Abteilung Bevölkerungsschutz und die Feuerwehreinsatzleitung. Darüber hinaus werden überörtliche Einrichtungen für den Brandschutz (Übungshalle inklusive Übungsräumen und Übungsturm), eine Brandsimulationsanlage und eine Atemschutzübungsstrecke errichtet. Die Polizeileitstelle soll ebenfalls integriert werden. Hierfür werden 7,2 Millionen Euro in 2019 etatisiert.

Weitere investive Projekte in 2019 sind zum Beispiel verschiedene Module des Masterplans Neandertal mit insgesamt 1,5 Millionen Euro, der Neubau des Neandertalhofes mit Wisentstall für 400.000 Euro sowie diverse Baumaßnahmen im Bereich der Kreisstraßen mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Millionen Euro eingeplant.

Der Kreis Mettmann nimmt seit 2017 bis 2020 an dem vom Land angebotenen Investitionsprogramm

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„Gute Schule 2020“ teil. Vier Jahre lang werden dem Kreis Mettmann jährlich 900.000 Euro Investitionsmittel für die Modernisierung und Sanierung der Schulinfrastruktur zins- und rückzahlungsfrei zur Verfügung gestellt.

Der Kreis hat 45 neue Stellen im Stellenplan ausgewiesen. Mit insgesamt zehn Stellen sind der Bereich des Rettungswesens und dabei besonders die Kreisleitstelle ein Schwerpunkt.

Insgesamt gibt der Kreis im nächsten Jahr 83 Millionen Euro an Personalkosten aus.

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