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Kommunalwahl Mettmann 2020: Parteien & Kandidaten - wichtige Fragen im Überblick

Das wird gewählt : So läuft die Kommunalwahl in Mettmann

Am 13. September werden der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin, der Landrat und der Stadtrat gewählt. Hier finden Sie alle wichtigen Themen, alle wichtigen Akteure und alle wichtigen Ergebnisse zu diesem Thema.

Die neue Wählergemeinschaft „Zur Sache! ME“ wird mit eigenen Kandidaten in allen 20 Mettmanner Wahlbezirken ins Rennen gehen. Das geht jetzt aus einer Vorlage für den Kommunalwahlausschuss hervor, der am 29. Juli über alle Wahlvorschläge entscheiden wird. Damit stellen sich zur Kommunalwahl am 13. September in Mettmann die Parteien CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und AfD sowie mit „Zur Sache! ME“ eine Wählergruppe dem Votum des Bürgers. Allerdings ist noch unklar, ob es eine offene Liste geben wird, die Jürgen Gutt (Die Linke) zusammen stellen will. Er und seine Mitstreiter wollen dazu am Montag beraten und entscheiden. Bis zum 27. Juli können noch Wahlvorschläge eingereicht werden. Die wichtigsten Fakten:

Was wird am 13. September gewählt?

In Mettmann sind dies für die nächsten fünf Jahre der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin, der Rat, der Landrat, der Kreistag und der Integrationsrat, der die Interessen der Migranten in der Stadt vertritt. Für ihn hatten sich zunächst zu wenig Kandidaten gefunden, daher hatte die Stadt die Bewerbungsfrist bis zum 20. Juli verlängert. Bislang haben sich elf Kandidaten eingefunden.

Wer sind die Kandidaten der neuen Wählergemeinschaft?

An den Start gehen demnach Axel Ellsiepen, Heidrun Erber, Jörg Waldemar Paffrath, Dagmar Pape, Linda Neidel, Oliver Voß, Christiane Manderla, Nadine Bergmann, Frank Runkel, Kerstin Scharping, Martin Schuh, Hans Eberhard Curt Remprecht Graf von Schweinitz und Krain Freiherr von Kauder, Christian Rolf Kardell, Andreas Konrad, Rainer Dittel, Sabine Konrad, Martina Posselt, Ralf Gagaik, Christian Engelberg und Anja Ellsiepen. Auf der Reserveliste steht zudem noch Martin Schuh.

Welche Bürgermeisterkandidaten gibt es?

Amtsinhaber Thomas Dinkelmann (parteilos), Andrea Metz (FDP) und Nils Lessing (Bündnis 90/Die Grünen). Eine Besonderheit in Mettmann ist, dass die parteilose Sandra Pietschmann von SPD und CDU gemeinsam nominiert wurde. Sie hatte außerdem die Wahlempfehlung der Wählergemeinschaft UBWG, die sich jedoch vor kurzem auflöste, weil sich zu wenig Interessierte für die aktive politische Arbeit finden ließen. Die AfD hingegen wünscht auf ihrer Homepage Thomas Dinkelmann „viel Erfolg für seine angestrebte Wiederwahl“.

Wie waren die Ergebnisse bei den vergangenen Wahlen?

Die letzte Kommunalwahl von 2014 hatte 31.321 Wahlberechtigte und eine Beteiligung von 50,7 Prozent. Für den Mettmanner Stadtrat erreichte die CDU 36,2 Prozent aller Stimmen, die SPD 26,9, Bündnis 90/Die Grünen 12,4, FDP 8,5, die UBWG 5 Prozent, die AfD 7,9 Prozent und die Piraten 1,7 Prozent. Die Bürgermeisterwahl war am 13. September, die Stichwahl am 27. September 2015. Damals siegte Thomas Dinkelmann mit 67,5 Prozent der Stimmen gegen Norbert Danscheidt (CDU; 32,5 Prozent).

Mit welcher Wahlbeteiligung ist zu rechnen?

Das ist wegen der Corona-Krise schwer zu beurteilen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es schwierig ist, Wahlhelfer zu finden, da diesen ehrenamtlichen Dienst meistens ältere Menschen versehen. Die Stadt Mettmann rechnet wegen des Corona-Virus mit einem erhöhten Briefwahlaufkommen. „Um dem Rechnung zu tragen, hat die Kreisstadt die Anzahl der zu bestellenden Briefwahlunterlagen deutlich erhöht“, sagt Andrea Kotthaus, Leiterin des zuständigen Ordnungsamtes, auf Nachfrage unserer Redaktion.

Ändert die Corona-Pandemie etwas an den Abläufen?

Wegen der Pandemie werde die Urnenwahl anders laufen, um den Abstands- und Hygieneregeln Rechnung zu tragen, heißt es von der Stadt. So müssen die Kommunen unter anderem dafür Sorge tragen, dass die Wahlkabinen ausreichend Abstand haben, Flächen regelmäßig desinfiziert werden und bei Schlangenbildung der Abstand zwischen den Wählern gewahrt bleibt – nötigenfalls durch den Einsatz von Hausmeistern oder externen Diensten als Ordner. Schulen und Kitas dürfen weiterhin als Wahllokale genutzt werden.

Was sind die wichtigsten Themen der Kommunalwahl?

Der defizitäre städtische Haushalt, der die drängende Frage aufwirft, ob die Stadt noch ohne Gewerbe- und Grundsteuer-Erhöhungen auskommen kann. Darüber hinaus die Nachfolgepläne für die abrissreife Stadthalle, die mögliche Errichtung einer Gesamtschule, die problematische Verkehrsführung und das lückenhafte Radwegenetz, der Umbau des Jubiläumsplatzes und die touristische Nachnutzung des Steinbruchs Neanderthal.

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