Mettmann: Kolpingfamilie feiert ihr 160-jähriges Bestehen

Mettmann : Kolpingfamilie feiert ihr 160-jähriges Bestehen

Mit Fotos erinnert der katholische Sozialverband an die Veranstaltungen. Familienfest ist am 10. Juni geplant.

Zur Auftaktveranstaltung im Jahr des 160-jährigen Bestehens der Mettmanner Kolpingfamilie trafen sich die Mitglieder und Interessierte zu einer Bilder- und Liederrevue im Johanneshaus. "Wir werden in diesem Jubiläumsjahr noch weitere Veranstaltungen anbieten", sagte Vorsitzender Wilfried Meiswinkel. Am 10. Juni werde es auf dem Platz vor der Königshof-Galerie ein großes Familienfest geben. Das Stiftungsfest am 10. September im Wyndham Garden Hotel sei ein weiterer Höhepunkt. "Dort werden wir der Gründung im Jahr 1857 mit einem Vortrag des bedeutenden Sozialethikers und Jesuiten Professor Friedhelm Hengstbach gedenken", erklärt Meiswinkel, der kürzlich erneut zum Vorsitzenden der Kolpingfamilie gewählt wurde.

"Das war das letzte Mal, dass ich für dieses Amt kandiert habe. Ich bin für drei Jahre gewählt. Vielleicht findet sich ja schon früher ein geeigneter Nachfolger", sagt der engagierte Kolping-Chef. Derzeit hat die Kolpingfamilie Mettmann rund 180 Mitglieder. Die Altersstruktur könne zwar etwas günstiger sein, doch direkte Nachwuchsprobleme gebe es nicht. "Wir haben zuletzt wieder einige junge Familien aufgenommen", betont Meiswinkel. Andreas Berg, seit 1979 Mitglied der Mettmanner Kolpingfamilie und Bezirksvorsitzender, verwies auf die sozialen Aufgaben des katholischen Verbandes. "Ich möchte beispielsweise an die Wohnungslosenhilfe (Aktion Mittagszeit) oder unsere Unterstützung FriendshipHome in Manila erinnern."

Wilfried Meiswinkel wartete mit einer brillanten Bilderschau auf, die die 160-jährige Geschichte der Mettmanner Kolpinger zeigte. Fehlen durfte nicht der Hinweis auf Johannes Flintrop, der zum 75-jährigen Jubiläum der Kolpinger im Jahr 1932 Kaplan in Mettmann war, von den Nazis wegen seines unerschrockenen Glaubenseinsatz ins KZ gesteckt wurde und dort ermordet wurde. Margret Beckmann berichtete in bewegenden Worten von der ersten Flüchtlingsflut Mitte der 1980er Jahre, als in Mettmann einige vietnamesische Bootpeople ankamen. "Wir als Kolpinger haben uns um sie gekümmert. Die haben sich später gut integriert. Zu einigen habe ich noch heute guten Kontakt." Auch Reisen nach Rom gehörten zum Programm der Kolpingfamiele. Als ein Bild gezeigt wurde, meinte Markus Gößl schmunzelnd: "Papst Johannes Paul II. war ein Jahr zuvor in Köln und wir dort anwesend. Er hat uns zum Gegenbesuch als Privataudienz eingeladen. Dem sind wir gefolgt." Viele Bilder handelten von den legendären Karnevalssitzungen im Kolpinghaus. Da war auch der frühere Kolpingvorsitzende Michael Schaffers als Sitzungspräsident mit Büttenredner Hermann-Josef Hannewald zu sehen.

(klm)
Mehr von RP ONLINE