Mettmann Kolping hilft Menschen in Not

Mettmann · Gesellschaftskritik des Vorsitzenden Wilfried Meiswinkel. Neue Gesichter.

 Vorsitzender Wilfried Meiswinkel und seine Vorstandskolleginnen leiteten die Mitgliederversammlung von Kolping.

Vorsitzender Wilfried Meiswinkel und seine Vorstandskolleginnen leiteten die Mitgliederversammlung von Kolping.

Foto: Achim Blazy

Wilfried Meiswinkel, langjähriger Vorsitzender der Kolpingfamilie, ist ein Vertreter der Kategorie von Menschen, die ein klares Wort vertreten und die Dinge beim Namen nennen. Dies wurde bei seinem Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung erneut deutlich. Im Zusammenhang mit dem seit rund 20 Jahren von Kolping betreuten Projekt, die Unterstützung der Wohnungslosenarbeit der Caritas in der "Aktion Mittagszeit", erklärte er, dass es leider bei vielen an einem breiten Verständnis für die Lebenssituation der Betroffenen fehle. Die Zahl der Wohnungslosen habe sich in den 20 Jahren vermehrt und mittlerweile gehören auch 20 Prozent Frauen zur Klientel. Wohnen als Menschenrecht könne man eben nicht nur den Marktkräften überlassen, sonst käme es zu Verzerrungen und die Schwächsten der Gesellschaft blieben auf der Strecke. Der Ermutigung von Papst Franziskus folgend, bedeute dies für die Gemeinde vor Ort und für die Kolpingfamilie, die Menschen an den Rändern der Gesellschaft Wert zu schätzen und ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen. "Wir als Kolpingfamilie sehen uns in der Gemeinde als Motor für den Einsatz für Wohnungslose, Bildungsarme und Flüchtlinge", betonte Meiswinkel. Er fügte zuspitzend hinzu, dass die Kolpingfamilie einen Gegenentwurf zu einer Gesellschaft der beschleunigten Individualisierung, des praktischen Egoismus und der gewissenlosen Profitoptimierung bilde.

Er blickte auch auf die Veranstaltungen zum 160-jährigen Jubiläum der Kolpinger zurück. Höhepunkt sei die Assisi-Romreise gewesen. Vor allem der Aufenthalt in der Stadt des heiligen Franziskus und der heiligen Klara bliebe unvergessen. Der engagierte Kolping-Vorsitzende verwies zudem auf eine Vielzahl von Aktivitäten für das Friendshiphome in Manila. Durch eine hohe Spendenbereitschaft konnten 12.000 Euro für die dortige Hilfe für Kinder und Jugendliche überwiesen werden. Neue Schriftführerin ist Gabi Imbusch. Zudem wurden Barbara Kessler und Stefan Lederer neu in den Vorstand gewählt, während Rolf Hamacher in seinem Amt bestätigt wurde.

(klm)
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