Mettmann: Königshoftreppe: SPD fühlt sich übergangen

Mettmann: Königshoftreppe: SPD fühlt sich übergangen

Die SPD befürchtet, dass die Neugestaltung des Bereichs um die Treppe am Königshofplatz (im Volksmund chinesische Treppe) an den Fraktionen vorbeiläuft. Wie berichtet, plant das Bürgerforum eine Bepflanzung des Hanges und des Umfeldes mit Obstbäumen, Obststauden und Gemüse.

Unter dem Stichwort "Essbare Stadt" wird bereits Geld für die Bepflanzung gesammelt. Das Bürgerforum steht bei der Planung im engen Kontakt mit der Verwaltung.

SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Rottmann erinnert an die Bedeutung dieses Bereiches. Dort befand sich der fränkische Königshof, die erste Ansiedlung der späteren Stadt Mettmann. Die Neugestaltung des Bereichs verlange geradezu nach einer sorgfältigen Planung, die Ideen aus der Bürgerschaft und von Experten aufnehme. Der Planungsausschuss müsse unbedingt beteiligt werden.

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Rottmann: "Es hat seit 2013 im Stadtrat mehrere Anläufe zu einem solchen Verfahren gegeben. Sie wurden immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten unter den Tisch gekehrt oder auf später verschoben. Eine Entscheidung des Rates konnte bis heute nicht getroffen werden."

Jetzt müsse man den Eindruck gewinnen, dass die Bauverwaltung mit dem Bürgerforum eine Bepflanzung der Anlage mit Obstgehölzen und Ähnlichem auf die Schnelle hinter dem Rücken des Rates und ohne seine Beteiligung festzurren wolle. "Bei allem Respekt vor Bürgerinitiativen, das kann aber nicht die Grundlage für eine derartig bedeutsame Entscheidung über die Gestaltung einer Anlage im prägenden Zentrum Mettmanns sein", stellt die SPD-Fraktionsvorsitzende fest. Ein weiser Stadtplaner habe einmal gesagt. "Die Zukunft einer Stadt hängt sehr wesentlich davon ab, wie sie mit ihren Plätzen umgeht." Rottmann bittet den Bürgermeister dafür zu sorgen, dass die Gestaltung dieses zentralen Platzes seinem Stellenwert gerecht vorbereitet und die Möglichkeit für eine wesentliche Aufwertung der Innenstadtattraktivität nicht vertan werde.

(cz)
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