Kinderbuchautorin aus Mettmann

Kinderbuchautorin aus Mettmann : Keine Angst vor Werwolfo

Die Mettmannerin Janine Püchner hat ihr erstes Kinderbuch vorgestellt. Aus den beiden Protagonisten sollen bald beste Freunde werden, die zukünftig viele spannende Abenteuer erleben.

Eigentlich sollten Vampierus und Werwolfo - ihrem Ruf entsprechend - ganz unheimlich sein und duster dreinblicken, aber darauf haben die beiden kleinen Protagonisten in Janine Püchners erstem Kinderbuch so überhaupt gar keine Lust, im Gegenteil: Sie sind ziemlich niedlich, mit ihren vorstehenden Reißzähnchen, den zotteligen Haaren und ihren großen, lustig dreinblickenden Äuglein. Ganz klar, dass die vielen Kinder in der Vorlesestunde der Stadtbibliothek die beiden schnell in ihre Herzen schließen und deren Geschichte rund um ein erstes Kennenlernen hoch konzentriert verfolgen. Auch Pearl ist dabei, viereinhalb Jahre, mit großen Augen und halb geöffnetem Mund lauscht sie gespannt den Worten von Janine Püchner, schaut sich genau die Bilder an, die  auf den Seiten zu sehen sind. „So kenne ich Pearl gar nicht“, sagt ihre Mutter Denise Mittag später, „sie ist sonst eher hibbelig und oft unkonzentriert. Die Geschichte hat sie gefesselt, ich kann mir vorstellen, dass ich das Buch und die späteren Folgen kaufen werde.“

Die 34jährige Autorin freut sich riesig. „Ich habe bereits vier oder fünf weitere Folgen fertig geschrieben und versuche darin, aktuelle Themen, die im Leben eines Kinder vorkommen, kindergerecht zu erzählen. Dazu zählt Mobbing, gesunde Ernährung und eben die Freundschaft.“ Die gebürtige Mettmannerin ist selbst Mutter eines vierjährigen Sohnes und gelernte Erzieherin. Vor eineinhalb Jahren ist sie mit ihrer kleinen Familie nach Hessen gezogen, kommt aber regelmäßig zu Besuch nach Mettmann.

„Wir leben in Hessen in einem alten Bauernhaus mitten in der Natur, es ist  einfach wunderbar, aber ich liebe auch Mettmann sehr, das Neandertal, das Stindertal, mal sehen, wie es weitergeht. Bevor unser Sohn eingeschult wird, werden wir schauen, wo wir uns dann wirklich langfristig niederlassen.“ Gemeinsam mit der Illustratorin Sandra Lor-Zade wohnt Janine Püchner nun in einem Haus, eine gute Basis für konstruktives, kreatives Schaffen: „Die Arbeit klappt wunderbar und vielleicht liegt es einfach auch an dieser unglaublich schönen Natur, dass wir derzeit wirklich künstlerisch so aktiv sind.“

Geschrieben hat die junge Autorin schon in der Grundschulzeit gerne, die große Phantasie ganz sicher von ihrer eigenen Mutter übertragen bekommen. „Meine Mama hat mir abends nicht vorgelesen, sondern Geschichten erzählt, die sie sich ausgedacht hat. Das waren immer die allertollsten Geschichten“, schwärmt Janine Püchner. Jetzt, nach der Vorleserunde, sitzt sie mit den Kindern an einem Tisch und bastelt Masken, Vampierus-  und Werwolfomasken. Auch Pearl malt konzentriert die Vorlagen aus, zieht dann ein Gummiband durch zwei Löcher, fertig. „Die Bastelvorlagen gibt es auf unserer homepage. Dort kann man auch Tassen, Taschen oder Butterbrotdosen mit den beiden Protagonisten drauf erwerben“, erklärt die junge Autorin, die mit sich selbst so ganz im Reinen wirkt, glücklich, entspannt, die Augen leuchten. „Ich mache jetzt genau das, was ich am allerliebsten tue“, schwärmt sie, „kreativ sein, Und ich hoffe, dass das noch lange so andauert.“  Denise Mittag lacht. „Ich finde, Sie machen das alles ganz toll“, lobt Pearls Mutter, „machen Sie genauso weiter.“  Janine Püchner strahlt.  Ihr allergrößter Fan ist übrigens der eigene kleine Sohn. „Er wusste gar nicht, dass ich das Kinderbuch geschrieben habe, aber seit er die Geschichte das erste Mal gehört hat, musste ich sie unendliche Male vorlesen, er kann eigentlich jeden Satz auswendig mitsprechen.“

Mehr von RP ONLINE