KHG hat beim Umweltschutz die Nase vorn

Schüler in Mettmann engagieren sich : KHG hat beim Umweltschutz die Nase vorn

Jana Reiter aus Mettmann ist jetzt (Mittwoch, 7.8.2019) für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Die RP berichtete bereits am 22. Dezember 2018 über sie. Hier ist noch einmal unser Bericht.

Wer der 13jährigen Jana Reiter die Hand schüttelt, spürt sofort: dieses junge Mädchen strotzt vor Willensstärke, vor Energie und Selbstbewusstsein- ihr Händedruck ähnelt dem eines Erwachsenen. Und genauso klar, souverän und durchstrukturiert klingen auch die Worte, die sie- als Jugendvorsitzende des „Plant für the Planet“ Clubs- während der Klimaschutzpreisverleihung an alle Anwesenden richtet, darunter viele Schüler, Innogyvertreter, Lehrer, ihr Schuldirektor und Bürgermeister Thomas Dinkelmann.

„Plant fort the Planet ist eine weltweite Organisation, die bereits 15 Milliarden Bäume gepflanzt hat, um nachhaltig etwas für den Klimaschutz zu tun“, erklärt die zarte Schülerin. Sie ist nicht nur rhetorisch ihrem Alter weit voraus, auch ihre Körpersprache entspricht der eines professionellen Redners: „Herr Dinkelmann, wir kennen uns ja bereits, ich hoffe weiter auf eine rege Zusammenarbeit mit der Stadt und danke schon einmal für jegliche Unterstützung.“

Der Mettmanner Jugendclub von „Plant für the Planet“ ist das eine Projekt, das heute am Konrad-Heresbach-Gymnasium ausgezeichnet werden soll. Auch das Tun und Handeln der schulinternen Arbeitsgemeinschaft Umwelt- und Naturschutz, hat die Innogy-Jury ganz offensichtlich überzeugt. „Unser konkretes Ziel ist die ökologische Umgestaltung des Schulgeländes“ erklärt Fachlehrer Dr. Guido Aschan, „freiwillige Schüler der Unter- und Mittelstufe treffen sich daher einmal die Woche, um zu kompostieren, Nistkästen zu bauen, den Teich zu pflegen, Blumen zu pflanzen. Demnächst wollen wir uns zunehmend um die Energieeffizienz der Gebäude kümmern.“

Bürgermeister Thomas Dinkelmann zeigt sich ehrlich beeindruckt, nimmt sich viel Zeit für seine Ansprache, betont, dass das zielgerichtete durchdachte Handeln der Projektgruppen wesentlich effizienter ist als jeglicher blinder Enthusiasmus. „Wir hier in Mettmann haben extrem gute Böden, die sich hervorragend für den Getreideanbau anbieten, dort Bäume zu pflanzen wäre kein Allerheilmittel und nicht sinnvoll, der richtige Weg ist genau zu schauen, wo es sich anbietet und wo nicht und das tut ihr. Unsere Umwelt ist mehr oder weniger belastet und ihr dreht an der Stellschraube in Richtung weniger.“ Und er verspricht: „Die Stelle für den Klimaschutz wird demnächst neu besetzt, dann werdet Ihr einen konkreten und kompetenten Ansprechpartner haben. Wir werden Euch unterstützen wo wir können.“

Letztlich steht fest: Das Projekt um Jana Reiter „Plant für the Planet“ wird mit dem ersten Platz, dotiert mit 1500 Euro, ausgezeichnet, die Schul-AG erhält 1000 Euro und freut sich über den zweiten Platz. „Wir werden das Geld zielgerichtet für unsere Akademie einsetzen“, sagt Jana, die auch schon in einem langen persönlichen Gespräch Ministerpräsident Armin Laschet über die Notwendigkeit ihrer Initiative informiert hat, „im April wollen wir nämlich wieder junge, interessierte Schüler in einem Tagesseminar zu Botschaftern ausbilden, wir werden damit die anfallenden Kosten decken. An diesem Tag werden wir auch wieder rund 200 Bäume pflanzen. Wir müssen aktiv sein! Jeder Einzelne! Es geht um unser Klima und unsere Welt!“

(dani)
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