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Mettmann: KFD: Seit 100 Jahren starker Partner der Kirche

Mettmann : KFD: Seit 100 Jahren starker Partner der Kirche

Diözesanpräses Markus Bosbach hält am morgigen Sonntag den Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums der katholischen Frauengemeinschaft Deutschland.

Ein ganz besonderes Jubiläum feiert die katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd). Mit einem Festgottesdienstmorgen um 11.15 Uhr in der Pfarrkirche St. Lambertus begeht die kfd der Pfarrei St. Lambertus ihr 100-jähriges Bestehen. Der Festgottesdienst wird zelebriert von Diözesanpräses Monsignore Markus Bosbach. Der neue Diözesanpräses der kfd und Leiter der Hauptabteilung Seelsorger im Erzbischöflichen Generalvikariat ist vielen Mettmannern bekannt, war er doch bis vor knapp zwei Jahren noch als Kreisdechant und Pfarrer in Mettmann tätig. Konzelebrant ist Monsignore Pfarrer Herbert Ullmann, der Präses der kfd St. Lambertus.

"Pfarrer Ullmann kümmert sich rührig um unsere Frauengemeinschaft. Er nimmt sehr engagiert am Leben der kfd teil und hat immer ein offenes Ohr für uns", betont Margret Wermelskirchen vom Vorstands-Team.

Der Festgottesdienst sei nur eine von vielen Aktivitäten im Jubiläumsjahr, sagt Teamsprecherin Karola Patz. So habe am vergangenen Freitag ein gemeinsames Kaffeetrinken verschiedener kfdKfd-MitgliederMitglieder mit Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp stattgefunden. Nach der wöchentlichen Frauenmesse fanden Gesprächskreise statt. "Am 14. Juni fahren wir zur Wallfahrt nach Kevelaer. Dort sind verschiedene Programmpunkte geplant." Die achttägige Jahrestour nach Leipzig und Umgebung wird von Margret Wermelskirchen organisiert.

Margret Wermelskirchen erinnert daran, dass die kfd St. Lambertus am 23. April 1914 gegründet worden sei. Erster Präses war der damalige Mettmanner Pfarrer Jörissen. Dienstältestes Mitglied sei Sofie Schlüter, die in diesem Jahr 100 Jahre alt wurde und der kfd seit 75 Jahren angehört.

Derzeit habe die kfd rund 130 Mitglieder. Sie macht deutlich, dass die kfd ein lebendiger Teil der Pfarrei sei und regelmäßig Veranstaltungen durchführe. "Die Geselligkeit, die verschiedenen Aktionen und die aktive Teilnahme am Leben der Pfarrei haben mich damals dazu veranlasst, der kfd beizutreten", sagt Brigitte Stähr vom Vorstands-Team.

"Im Kreis der kfd fühle ich mich einfach wohl. Wir haben uns der Zeit angepasst und sind offen für die Ökumene. Bei uns sind Frauen anderer Konfessionen willkommen", erklärt Karola Patz. "An unseren regelmäßigen Jahres- und Studienfahrten nehmen auch Männer teil. Da haben wir kein Problem mit", fügt sie lächelnd hinzu. Die kfd befasse sich zudem mit gesellschaftspolitischen Fragen. "Da werden manche Themen kontrovers diskutiert", macht Margret Wermelskirchen deutlich, dass die Frauengemeinschaft kein Kaffeekränzchen sei.

"Wir sehen uns als eine starke Partnerin in Kirche und Gesellschaft", nennt Karola Patz einen der Kernsätze des Selbstverständnisses des Verbandes. Sorge bereitet ihr die Altersstruktur der kfd. "Wir müssen uns in der Mitgliedschaft, aber auch vom Vorstands-Team her verjüngen."

Es sei sehr schwer, jüngere oder Frauen mittleren Alters für eine Mitgliedschaft in der Frauengemeinschaft zu gewinnen. "Dabei sind wir bestrebt, auch für jüngere Frauen ein entsprechendes Programm zu bieten", ergänzt Margret Wermelskirchen.

(klm)