Kreis Mettmann: Keuchhusten: Jetzt impfen und vorsorgen

Kreis Mettmann: Keuchhusten: Jetzt impfen und vorsorgen

Erkrankungen sind seit 2013 bundesweit rückläufig. Trotzdem gibt es keine Entwarnung.

Wochenlange Hustenattacken bis zu Atemnot und Erbrechen - Keuchhusten ist nicht nur lästig, für Kleinkinder, Senioren und kranke Menschen kann er lebensbedrohlich sein. Die gute Nachricht: Immer weniger Menschen erkranken deutschlandweit an Keuchhusten, auch Pertussis genannt.

Das teilte die KKH jetzt mit. Waren im Jahr 2012 noch knapp 1,5 KKH-Versicherte je 1000 betroffen, gingen die Erkrankungen wegen Keuchhusten ab 2013 kontinuierlich nach unten. So war im Jahr 2015 ein Rückgang im Vergleich zu 2012 um mehr als 51 Prozent auf nur noch rund 0,7 Versicherte je 1.000 zu verzeichnen. Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden. "Keuchhusten ist eine hochansteckende Krankheit und gehört weltweit zu den häufigsten Atemwegsinfektionen", weiß Gerd Peters vom KKH-Servicezentrum in Düsseldorf. "Für Neugeborene kann eine Erkrankung an Keuchhusten lebensbedrohlich sein. Deswegen sollten Säuglinge im Zuge der Früherkennungsuntersuchungen möglichst frühzeitig geimpft werden." Babys und junge Menschen im Alter bis 18 Jahren erwischt es am häufigsten. Aber auch Erwachsene sind weiterhin betroffen. Sie sollten darum ihren Impfschutz unbedingt alle zehn Jahre auffrischen - idealerweise in Kombination mit der nächstfälligen Impfung gegen Tetanus und Diphterie. Derlei Impfungen nimmt nicht nur der Hausarzt vor, sie können ebenso vom Frauenarzt gegeben werden

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Mit regelmäßig durchgeführten Veranstaltungen wie Impfwochen möchte die WHO auf die wichtige Bedeutung von Impfungen aufmerksam machen. Sie helfen, Krankheiten zu vermeiden und langfristig Abwehrkräfte gegen die Krankheitserreger aufzubauen. Durch Schutzimpfungen sollen einzelne Krankheitserreger auf Dauer ausgerottet werden. So ist es in Europa bereits gelungen, die Kinderlähmung (Poliomyelitis) zu eliminieren. "Als besonders wichtig gelten die Impfungen für Kinder, zum Beispiel gegen Masern, Röteln und Windpocken", sagt Gerd Peters. So sind die Masern-Fälle bundesweit in der Bevölkerung wieder deutlich angestiegen. www.impfen-info.de"

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