Velbert: Kaum Resonanz bei DNA-Test nach Mord

Velbert: Kaum Resonanz bei DNA-Test nach Mord

Der Aufruf zur Teilnahme an einem freiwilligen DNA-Massentest in Velbert stößt weiterhin nur auf geringe Resonanz. Am Mittwoch erschienen lediglich 70 der möglichen rund 580 Männer, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Zum ersten Termin am Dienstag waren 87 Männer gekommen. Mit dem Reihentest will die Polizei dem Mörder einer 47-jährigen Stewardess auf die Spur kommen. Die Ermittler hoffen auf eine stärkere Teilnahme beim letzten Termin am Donnerstagnachmittag. Sie wiesen darauf hin, dass sich Männer durch die Teilnahme am Test aus dem Kreis möglicher Tatverdächtiger ausschließen könnten.

Die Staatsanwaltschaft hatte 580 Freizeitsportler zwischen 20 und 60 Jahren angesprochen, die im Jahr 2006 und im Januar 2007 Mitglied eines Velberter Sportstudios waren. Das Opfer war ebenfalls Nutzer dieses Fitnessstudios. Die Polizei schließt nicht aus, dass es hier seinem späteren Mörder begegnete.

Weiterhin sucht die Polizei nach einem Mann mit auffälligen blonden, zu einem Zopf zusammengebundenen Haaren, der laut Zeugenaussagen zum Tatzeitpunkt offenbar mit dem Opfer Kontakt hatte. Dessen Identität ist bislang noch unbekannt. Der von der Frau getrennt lebende Ehemann hatte sich wenige Tage nach dem Mord erschossen. Einen Zusammenhang zu dem Velberter Gewaltverbrechen gibt es denn Angaben zufolge aber wohl nicht.

(afp)
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