Katholische Grundschule in Mettmann feiert großes Fest zum 125. Geburtstag

Neanderstraße : Grundschule beschenkt sich mit großem Fest

Zum 125. Geburtstag hatte sich der Schulhof in einen Jahrmarkt verwandelt, mit Luftballons, Grillwürstchen, Drehorgelmusik und zahlreichen Besuchern verschiedener Generationen.

Eltern und Großeltern, die mit einem kühlen Getränk an den Tischen saßen und Kinder, die an Spielstationen Spaß hatten. Von Dosenwerfen über Entchen angeln, Armbrust schießen und Lehrergesichter abwerfen war alles dabei.

Und das bei schönstem Wetter, freute sich Sabine Melka, seit 15 Jahren Leiterin der Katholischen Grundschule Neanderstraße, die am Samstag ihr 125-jähriges Bestehen feierte. „Eigentlich hätten wir schon im Herbst feiern müssen, aber wir wollten einen Jahrmarkt wie in alten Zeiten und haben das Fest auf das Frühjahr verlegt“, so Melka.

„Diese Entscheidung war richtig“, unterstrich auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann, der gemeinsam mit der Schulleiterin das Fest eröffnete und dabei betonte, dass die Schule einen guten Ruf habe und auch sonst vieles richtig mache. Pastor  Ullmann überbrachte einen Gruß der Pfarrgemeinde: „Das ist junge Kirche, die für lebendige Gegenwart und Zukunft steht.“

Sabine Melka wurde die immer wieder von ehemaligen Schülern und Kollegen begrüßt, die ein paar Worte mit ihr wechseln wollten. Und auch für die Eltern, die fleißig halfen, hat sie ein offenes Ohr. „Es war eine grandiose Vorbereitung, einfach toll, wie die Elternschaft sich engagiert und die Begeisterung mitgetragen hat“, betonte sie.

Die Schüler hatten unter dem Titel „Reise durch die Jahrzehnte“ an Projekten gearbeitet, haben von Großeltern alte Radios, Tennisschläger oder Filmprojektoren mitgebracht. „Mit dem habe ich in meinen Anfangszeiten noch Filme vorgeführt“, erzählte eine Lehrerin. In zwei Klassenräumen stand ein riesiges, von den Eltern gespendetes Retro-Buffet mit Speisen wie Frikadellen, gefüllten Eiern und „Kaltem Hund“.

Ulrike Neuhaus war von 1958 an Schülerin der katholischen Schule. „Ich kann mich noch gut an Rektor Winkels erinnern.“ Damals hätten noch „Zucht und Ordnung“ geherrscht: „Wir hatten Angst vor manchem Lehrer, Backpfeifen waren an der Tagesordnung“, berichtete sie. „Zu meiner Zeit war es ruhiger als heute und wir haben uns im Kollegium noch gesiezt“, erinnerte sich die ehemalige Lehrerin Ruth-Berendes Luckau, deren Tochter jetzt die Ogata leitet.

Mit der derzeitigen Arbeit der Schule ist die Schulleiterin sehr zufrieden: „Wir haben 250 Schüler aus 17 Nationen. Aber auch eine starke Schüler- und Elternschaft. Ausländische Kinder lernen meist innerhalb weniger Monate Deutsch.“ Für die Zukunft wünscht sie sich, dass die Ogata, die noch an der Düsseldorfer Straße untergebracht ist, auf das Gelände an der Neanderstraße umzieht. Dann müsste das Gebäude weichen, in dem jetzt Toiletten und Küche untergebracht sind.

Dessen Dach erneuert die Stadt zurzeit und als besondere Aktion konnten die Fest-Besucher gegen eine Spende die alten Dachpfannen aus Schiefer als Andenken mitnehmen. Neben einer großen Losbude mit über 1000 Gewinnen gab es auch viele Vorführungen aufgeregter Schulkinder mit einer Modenschau und einer Tanzvorführung.

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