Mettmann: Kartoffeln selbst ernten

Mettmann : Kartoffeln selbst ernten

Viele Menschen besuchten gestern die Güter Katers und Oben-Ellsiepen.Für Kinder gab es ein großes Programm beim Kartoffelfest. Die Mettmanner Feuerwehr stellte sich vor.

Wer zu Fuß oder per Fahrrad zum Kartoffelfest auf Gut Katers anreiste, war klar im Vorteil, denn auf den engen Feldwegen in der Außenbürgerschaft kam es mitunter zu langen Staus. Die Besucher aus Mettmann und Umgebung strömten nur so zu dem Fest auf den Gütern Katers und Oben Ellsiepen, das sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Massenereignis entwickelt hat.

Gegen den kühlen Wind, der über die Höfe wehte, konnte man sich am besten mit einer heißen Kartoffelsuppe oder warmen Kartoffelpuffern wappnen. Zum kulinarischen Angebot rund um die Kartoffel gehörten alle klassischen Spezialitäten der vielseitigen Knolle. Wer vom Geschmack überzeugt war, konnte verschiedene Sorten aus hiesiegem Anbau kaufen. Für die passende Musik sorgte die Erkrather Jazz-Legende Jacky Müller mit Band.

Spaß auf dem fliegenden Teppich

„Am wichtigsten ist für uns das Kinderprogramm“, sagte Rolf Beckershoff vom Gut Katers und das Angebot für die kleinen Besucher konnte sich in der Tat sehen lassen. Die begehrteste Attraktion war der „fliegende Teppich“: Hinter einem normalen Traktor hatten Beckershoff und seine Mannschaft einige Quadratmeter Teppichboden befestigt. Wer auf dem harmlos aussehenden Gefährt Platz nahm, erlebte sein blaues Wunder:

Mit Karacho fegte der Trecker über die Felder und schüttelte die kleinen und großen Mitfahrer ordentlich durch. „Die Sitzfläche wurde ganz schön warm“, gab Tim-Levin aus Wülfrath zu. Ralf Beckershoff hatte das erstaunliche Gefährt erst am Vorabend fertiggestellt: „Wir haben sogar eine Fahrt im Stehen gemacht“, erzählte er. Das war den Besuchern aber aus Sicherheitsgründen verboten.

Der Urkeim des Kartoffelfests ist die Möglichkeit, die Knollen selbst zu ernten, die von den Besuchern auch rege in Anspruch genommen wurde. Familie Heinemann reiste dafür mit den Töchern Sarah und Isabel extra aus Düsseldorf an. Ihr Vater wuchs in einem Örtchen am Niederrhein auf und erinnert sich: „Da mussten wir im Herbst alle aufs Feld. Ich möchte, dass meine Kinder auch mal sehen, wie das ist.“ Der erste Eindruck seiner Tochter Sarah war eher nüchtern: „Man macht sich die Hände ganz schön dreckig“, stellte die Grundschülerin fest.

Die Mettmanner Feuerwehr präsentierte einen Gerätewagen und zeigte, wie man mit Handfeuerlöschern umgeht. Die Feuerwehrmänner hatten einen „Fire-Trainer“ mitgebracht, aus dem hohe Flammen loderten. Auch Kinder konnten sich überzeugen, dass sich die Flammen mit dem Feuerlöscher effektiv bekämpfen ließen.

Der kleine Finn wirkte fast ein bisschen enttäuscht, dass das Feuer schon nach dem ersten Schuss aus dem Gerät gelöscht war. Das Training sollte die Bedienung der Löscher im Ernstfall erleichtern, sagte Feuerwehrmann Alexander Jacobs. Auch der Feuerwehrförderverein warb für seine Arbeit.

(RP)
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