1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Jugendliche in Mettmann diskutieren über Europa

Unterricht mal anders : Jugendliche diskutieren über Europa

Gymnasiasten überlegen im Unterricht, ob der Staatenbund eine Erfolgsgeschichte ist.

(arue) Schüler der Zusatzkurse Geschichte und Sozialwissenschaften in der Q2 des Heinrich-Heine-Gymnasiums haben sich jetzt mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Historie der Europäischen Union als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann.

Um dieser Fragestellung inhaltlich fundiert nachgehen zu können, sind die beiden Kurse eine Kooperation eingegangen, um die Aufgaben und Schwerpunkte fachspezifisch aufbereiten zu können. Dabei recherchierten die Schüler überwiegend frei, während die beteiligten Lehrer Carsten Heth und Dennis Kambeck beratend unterstützten. Lediglich die Themenformulierung und die Präsentationsweise – in Form von Stellwänden mit Ausstellungscharakter – wurde den Jugendlichen vorgegeben.

So thematisierte der Geschichtskurs vom Lehrer Carsten Heth beispielsweise die Schritte von „Europa als Idee und Vision – Ideengeschichtliche Ursprünge und die Rolle der zwei Weltkriege“. Weitere Gruppen befassten sich unter anderem mit den deutsch-französischen Beziehungen, der Teilung des Kontinents durch den Kalten Krieg und der europäischen Einigungsbewegung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (von der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl bis zur Europäischen Union), der Rolle Moskaus, dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Gründung und Weiterentwicklung der politischen Institutionen der EU.

Die Präsentation der anspruchsvollen Themengebiete erfolgte in Form von Referaten. Ergänzend dazu waren Stellwände zu sehen, die von den Lernenden selbst mit sehr viel Liebe zum Detail erstellt wurden. Abschließend diskutierten die Schüler gemeinsam, ob die Europäische Union eine Erfolgsgeschichte ist. Das Meinungsbild war – wie in der außerschulischen Welt auch – eher durchmischt.