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Jugend musiziert mit zehn Schlagzeugern aus Mettmann

Musik in Mettmann : Musikschultalente bereiten sich auf Wettbewerb vor

Gleich zehn Musikschüler schickt Musikschullehrer Wolfgang Wölke zum Regionalentscheid von Jugend musiziert. Sie gaben jetzt ein Probekonzert vor ausgewählte Publikum.

Die Generalprobe verlief für Wolfgang Wölkes zehn junge Schlagzeugspieler bestens. Die Jung-Musiker scheinen gerüstet für den Regionalwettbewerb von Jugend Musiziert. Einige begleitende Eltern und Geschwister bildeten das Publikum, denn auch das Auftreten und die Verbeugung sollten geübt werden. „Überhaupt sollte eine Zuhöratmosphäre im Keller der Musikschule entstehen, dass die Jungen schon einmal ausprobieren können, wie es sich vor Publikum spielt“, sagte Musikschullehrer Wolfgang Wölke.

Die Stücke waren abwechslungsreich, Elias Appuhamy, erstmalig Teilnehmer des Wettbewerbs, stellte sich konzentriert mit je einem Stück auf dem Vibraphon und auf der kleinen Trommel vor. Lukas Wanzek, ebenfalls ein Neuer, überraschte mit einem Menuett von J. S. Bach auf dem großen Glockenspiel und einem gekonnten Stück auf dem Drumset. Nils Häusgen dagegen ist ein alter Hase, 12 Jahren jung nimmt er bereits zum vierten Mal am Wettbewerb teil. Er spielte ganz souverän einen Ragtime auf dem Xylophon und eine Etude auf der kleinen Trommel. Ebenso souverän trat Alexandre Hourani (11) an, auch er ist zum dritten Mal dabei. Die Kombination Drumset und Marimbaphon scheint beliebt, auch Frederik Surray wählte sie für sich. Und so ging der Reigen weiter: Philipp Mischke überzeugte mit einer Sonate des italienischen Komponisten Muzio Clementi auf dem Marimbaphon sowie einem Stück auf zwei Pauken.

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Auch bei David Zygmunt erklangen Töne von Bach. Er spielte eine Invention des großen Barockmeisters auf dem Vibraphon und ein Stück auf dem Drumset. Und nochmals Bach, Lenn Schiller gewann ein Lächeln der Zuhörer mit einem Tanz des großen Meisters auf der kleinen Marimba. Last but not least Freddy Vanrhyn,  mit 14 Jahren der Älteste, und schon fast ein Profi. Seine Invention von Bach auf dem Marimbaphon war richtig klasse, er spielt gekonnt mit vier Schlegeln. Zwei davon in jeder Hand, demonstrierte er drei verschiedene Anschlagarten –  eine tolle Nummer.

Normalerweise, so erklärte Wolfgang Wölke, lernen Musikschul-Eleven ein einzelnes Instrument – beim Schlagzeug ist das anders, denn dieses Instrument ist eine Kombination aus zig verschiedenen Schlaginstrumenten, die mit völlig unterschiedlichen Techniken erlernt werden müssen. Auch die Notierung weicht komplett vom gewohnten Notenbild ab. Beim Schlagzeug hat jedes der einzelnen Instrumente eine eigene Notenreihe und der Schüler lernt, ob er die Fußmaschine, den Kessel, die Pauke oder die Trommel bedienen muss. Ebenso zählen Glockenspiel, Marimbaphon, Xylophon und Dutzende weitere Schlaginstrumente dazu.

Die jungen Musiker gehen bestens präpariert in den Wettbewerb. Lehrer Wölke, Geschwister und Eltern halten nun die Daumen, dass es bald ein „Jugend musiziert“-Wiederhören gibt – auf Landesebene.