Mettmann: Jubilare erinnern sich an ihre Erstkommunion

Mettmann: Jubilare erinnern sich an ihre Erstkommunion

In der Pfarrei St. Lambertus wurde gefeiert. Für die versammelten Mettmanner liegt das Ereignis bis zu 80 Jahre zurück.

Bei der Jubelkommunion der Pfarrei St. Lambertus konnte Pfarrer Gregor Schulte 48 Jubilare begrüßen, die vor 50, 60, 65, 70 oder gar 80 Jahren die Erstkommunion empfangen hatten. Diakon Gerhard Rust berichtete, dass unter den Jubilaren, die vor 50 Jahren erstmals zur heiligen Kommunion gingen, mit dem Leitenden Pfarrer Monsignore Herbert Ullmann und Pfarrer Gregor Schulte zwei Mitglieder des Seelsorge-Teams gehören. Er entschuldigte Monsignore Ullmann, der nach einem leichten Schlaganfall auf dem Wege der Besserung sei und in Kürze eine Reha-Maßnahme antreten werde. Pfarrer Schulte sagte, dass er und Monsignore Ullmann in der gleichen Kirche in Wuppertal zur Kommunion gegangen seien. Pfarrer Schulte bedankte sich in seiner liebenswürdigen Art bei den Jubilaren, dass sie so lange der Kirche die Treue gehalten hätten und am diesjährigen "Weißen Sonntag" in der Jubelmesse ihr Taufversprechen erneuerten. Taufe, Erstkommunion und Firmung seien in einer für die katholischen Christen ganz wichtigen Reihenfolge zu sehen, betonte Schulte.

In seiner Predigt ging Diakon Rust auf das Johannes-Evangelium ein, das vom auferstandenen Jesu und dem ungläubigen Thomas handelte. Nach dem feierlichen Hochamt, das von lateinischen Gesängen des Kirchenchores begleitet wurde, gab es ein gemütliches Beisammensein der Jubilare im Kaplan-Flintrop-Haus.

  • Mettmann

Zu den 50-jährigen Jubilaren gehörte Gottfried Meerkamp. "Ich bin damals in St. Thomas Morus zur Kommunion gegangen. Als Kind getauft wurde ich in St. Lambertus, später war ich Messdiener und gehörte dann in der Gemeinde Heilige Familie zum Kirchenvorstand.", hatte er mit allen Kirchengemeinden in Mettmann Kontakt. Stefan Prangenberg konnte sich noch gut an seine Erstkommunion vor 50 Jahren in St. Lambertus unter Pfarrer Prälat Karl Weiß erinnern. "Wir waren als Kommunionkinder ganz aufgeregt. Die anschließende Feier fand nicht, wie heute oft üblich, in einem Lokal sondern bei uns zu Hause statt. Da war unsere große Familie komplett vertreten". Tradition war es, dass die Oma, die Schneiderin war, für alle Geschwister, die zur Kommunion gingen, das Kleid oder den Anzug nähte, verriet Prangenberg. Zusammen mit ihrer Schwester Maria Henning ist Elisabeth Woytas vor 65 Jahren zur Kommunion gegangen. "Das war unter Pfarrer Gehlen - noch vor dem II. Vatikanischen Konzil. Da stand in der St. Lambertus Kirche noch ein Hochaltar. Nüchtern mussten wir zur Kommunion gehen".

(klm)