1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Mettmann: Jetzt wird's ernst für die Sekundarschule

Mettmann : Jetzt wird's ernst für die Sekundarschule

Das Anmeldeverfahren für die geplante Schule hat gestern im Foyer der Neandertalhalle begonnen.

Das Anmeldeverfahren für die geplante Sekundarschule hat gestern um 15 Uhr begonnen. Der große Ansturm blieb zumindest in der ersten Stunde im Foyer der Neandertalhalle aus. Etwa zehn Kinder wurden von ihren Eltern bis 16 Uhr für die neue Schule angemeldet. Wie bei allen Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen muss der Anmeldeschein mit der Empfehlung der Grundschule, die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch sowie das Original-Halbjahreszeugnis der 4. Klasse mitgebracht werden.

Haike Weltrich, Rektorin der Anne-Frank-Hauptschule, informierte Bettina Henze und ihre Tochter Emily (11), über die neue Schulform, die am 1. August in den Räumen der Hauptschule an den Start gehen soll. Voraussetzung ist, dass bis Mittwoch, 18 Uhr, mindestens 75 Kinder angemeldet werden. Falls nicht, wird die Schule ihren Betrieb nicht aufnehmen.

"Ich finde das Konzept der Sekundarschule schlüssig und toll", sagt Bettina Henze. Sie hat ihre Tochter für die neue Schulform angemeldet. "Das gemeinsame Lernen an der Sekundarschule ist ein großer Vorteil", sagt Henze, die das pädagogische Konzept durchgearbeitet hat. "Jeder Schüler wird nach seinen Schwächen und Stärken gefördert und gefordert", sagt die Mutter.

In der Mettmanner Sekundarschule werden die Schüler der Klassen 5 und 6 im Klassenverband unterrichtet. Ab Klasse 7 erfolgt der Unterricht in den Kernfächern (Deutsch, Englisch, Mathematik) getrennt. Sie werden auf zwei Niveaustufen unterrichtet. Die Zuteilung zu Grund- und Erweiterungskursen wird in regelmäßigen Abständen in Quartalskonferenzen überprüft, um eine Durchlässigkeit zu gewährleisten.

In den übrigen Fächern verbleiben die Schüler im Klassenverband. Die Mettmanner Sekundarschule ist eine gebundene Ganztagsschule. Der Unterricht dauert an drei Tagen in der Woche bis 15 beziehungsweise 15.45 Uhr. An zwei Tagen endet der Unterricht nach der 6. Stunde. Als zukünftiger Standort der Sekundarschule sind die Räumlichkeiten der Anne-Frank-Schule und der Carl-Fuhlrott-Realschule vorgesehen.

Eltern der Realschule hatten im Vorfeld des Anmeldeverfahrens für den Erhalt ihrer Schule geworben. Haupt- und Realschule sollen sukzessive auslaufen. Alle Schüler, die derzeit auf diesen Schulen lernen, bleiben bis zu ihrem Abschluss auch dort. Die Anne-Frank-Hauptschule hatte in den vergangenen Jahren große Probleme, die nötigen Schülerzahlen vorzuweisen, um zumindest eine Eingangsklasse zu bilden.

Deshalb entschloss sich der Rat, die neue Sekundarschule zu gründen, damit am Standort Mettmann neben den Gymnasien auch eine weiterführende Schule bestehen bleibt, an der auch Schüler mit Hauptschul-Empfehlung unterrichtet werden können.

Schüler haben nach der 10. Klasse an der Sekundarschule die Möglichkeit, an ein Gymnasium, an das Berufskolleg oder in den Beruf zu wechseln. Eine Kooperation mit diesen Schulen ist für die Zukunft geplant.

(RP/rl)