Jahrgangsbester Retter aus Mettmann wollte schon als Kind zur Feuerwehr

Feuerwehr Mettmann : Jahrgangsbester Retter wollte schon als Kind zur Feuerwehr

Dass Sebastian Thews einmal Feuerwehrmann wird, schien ihm schon in die Wiege gelegt worden zu sein. Denn sein Vater ist bereits seit vielen Jahren Mitglied der Feuerwehr.

Geboren in Hilden, aufgewachsen in Langenfeld, gehörte Sebastian Thews der Jugendfeuerwehr in Langenfeld an. „Wie bei vielen Kindern war es auch bei mir so, dass die Feuerwehr mich fasziniert hatte und ich damals schon den Wunsch besaß, einmal Feuerwehrmann zu werden. Zumal ich ja familiär vorbelastet war“, berichtet Thews. Bevor er aber die Feuerwehrlaufbahn als Freiwilliger und auch als hauptamtlich Tätiger einschlagen konnte, musste er einen möglichst handwerklich-technischen Beruf erlernen – und absolvierte mit Erfolg die Ausbildung zum Elektrotechniker. In Langenfeld war er mittlerweile von der Jugendfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr aufgerückt. Vor rund zehn Jahren zog er nach Mettmann und schloss sich der Feuerwehr in die Kreisstadt an.

„Ich bin bei der Feuerwehr in der Kreisstadt sehr nett von den Kameraden aufgenommen worden und hatte mich recht schnell integriert.“ In Mettmann war er nicht nur hauptamtlich im mittleren Einsatzdienst tätig, sondern von Beginn an auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

„Es war für mich von Anfang an klar, dass ich nach meinen Umzug nach Mettmann nicht nur hauptamtlich meinen Feuerwehrdienst leisten, sondern mich auch in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren wollte“, macht Thews deutlich, dass er sich ganz in den Feuerwehrdienst einbringen wollte. In Mettmann fühlt er sich sehr wohl und seinen Umzug hat er nie bereut, Mit Frau und zwei Töchtern wohnt er mittlerweile im eigenen Haus in Mettmann-West.

Für ihn war es zudem immer wichtig, sich fortzubilden. Zuletzt absolvierte er am Institut der Feuerwehr NRW in Münster einen 18-monatigen Lehrgang zum Aufstieg in den gehobenen Dienst –und schloss diesen sogar als Lehrgangsbester ab. Damit hat Sebastian Thews die Qualifikation zum Zug- und Verbandführer erlangt. Er wird in Zukunft als Brandinspektor des gehobenen Dienstes die Führungsriege der Mettmanner Feuerwehr unterstützen. Eingesetzt wird er zudem als Abteilungsleiter für den Rettungsdienst.

„Wir sind bei der Stadt Mettmann sehr stolz, dass Sebastian Thews die anspruchsvolle Laufbahnprüfung mit Bravour bestanden hat“, sagt Matthias Mausbach, Amtsleiter Feuerschutz und Rettungswesen. Der stellvertretende Wehrleiter war zusammen mit Feuerwehr-Dezernentin Veronika Traumann in Münster und gratulierte zur bestandenen Prüfung. „Das war schon etwas Besonderes. Es waren die Leiter von Berufsfeuerwehren großer Kommunen anwesend und unser Feuerwehrmann aus Mettmann war der Lehrgangsbeste. Das war ein tolles Gefühl und ich war richtig stolz auf unseren Sebastian Thews“, berichtet Mausbach.

„Ich freue mich für ihn und seine Familie, denn er hat viele Entbehrungen auf sich genommen. Schließlich fanden einige Lehrgangsteile nicht nur in Münster, sondern in Städten weit von Mettmann entfernt statt. Da konnte unser neuer Abteilungsleiter nicht jedes Wochenende nach Hause kommen.“ Sebastian Thews freut sich darauf, dass er jetzt wieder regelmäßig seinen Dienst in Mettmann verrichten kann, denn: „Die Familien hat mir schon gefehlt.“

Feuerwehrmann Sebastian Thews bei einer Kontrolle der Drehleiter. Foto: "Köhlen, Stephan (teph)"/Köhlen, Stephan (teph)

Am Dienst bei der Feuerwehr gefällt ihm besonders, dass dieser sehr abwechslungsreich sei. „Da kommt fast jeden Tag etwas Neues auf einen zu. Im Feuer- oder im Rettungsdienstfall muss man sich blitzschnell auf neue Situationen einstellen. Ein Feuerwehrmann muss halt sehr flexibel reagieren“, betont der sympathische und kommunikationsfreudige Abteilungsleiter.