Kreis Mettmann: Im Kreis Mettmann fehlen preiswerte Wohnungen

Kreis Mettmann: Im Kreis Mettmann fehlen preiswerte Wohnungen

Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Kreis Mettmann sind im vergangenen Jahr 1056 Neubauwohnungen entstanden - 278 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben.

Insgesamt haben die Bauherren im Kreis Mettmann demnach im vergangenen Jahr 264,4 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. "Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Kreis Mettmann seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Nordrhein-Westfalen betroffen ist", sagt Holger Vermeer (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen. Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum. Also für Menschen ohne "extra dickes Miet-Portemonnaie": "Gerade für den sozialen Wohnungsbau muss deutlich mehr getan werden. Ebenso für den Neubau von Wohnungen, bei denen sich die Menschen die Miete auch leisten können", so Vermeer.

Auch das Wohneigentum im Kreis Mettmann müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. "Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können - vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen", betont das Bündnis Wohnen. Wohneigentum sei eine wichtige Altersvorsorge. "Die eigenen vier Wände sind da und haben Bestand - unabhängig davon, wie die Rentenhöhe im Alter schwankt. Sie bieten die Sicherheit eines dauerhaften 'Daches über dem Kopf' - ohne Angst vor Mieterhöhungen oder vor einer Kündigung", sagt Holger Vermeer. An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert das Wohn-Bündnis, dem Wohnungsbau jetzt die "politische Power" zu geben, die der Bau braucht. "Denn im Wohnungsmangel und in steigenden Mieten steckt sozialer Sprengstoff. Gerade beim Neubau von Sozialwohnungen droht ein Desaster, wenn der Bund hier nicht ordentlich Geld in die Hand nimmt und investiert.

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Tag für Tag fallen Sozialmietwohnungen aus der Bindung. Der Bestand an Wohnungen für Menschen, die einen Wohnberechtigungsschein haben, schmilzt kontinuierlich ab", warnt Holger Vermeer. Der Bund müsse dem Wohnungsneubau zusätzliches Fördergeld und mehr steuerliche Anreize geben, um die Nachfrage zu befriedigen.

(cz)