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Mettmann: Im Einsatz für 5000 Bäume

Mettmann : Im Einsatz für 5000 Bäume

Ferdinand Ortmann ist neuer Sachgebietsleiter im Grünflächenamt der Stadt Mettmann. Er möchte mehr Bäume in der Stadt pflanzen und neue Grünflächen anlegen. Eine seiner Hauptaufgabe ist die Gestaltung der Spielplätze.

Ferdinand Ortmann (51) ist der Nachfolger von Otto Kahm, der nach 37 Dienstjahren im Grünflächenamt bei der Stadt Mettmann im Frühjahr in den Ruhestand gegangen ist. In Ortmanns Aufgabenbereich fallen Planung und Bau der städtischen Außenanlagen an Schulen, Kitas, Spielplätzen, der Grünanlagen und der neuen Sportanlage. Doch das ist nicht alles: "Auch die Betreuung der Bäume und die Überwachung der Baumschutzsatzung gehören zu meinem Job", sagt Ortmann.

Seit August sitzt er am Schreibtisch im Rathaus und hat sich bereits in vielen Bereichen sachkundig gemacht. "Mettmann ist eine grüne Stadt", sagt der verheiratete Vater von zwei Töchtern. Dazu zählt er den Stadtwald und den Grüngürtel rund um Mettmann. 5000 städtische Bäume gibt es in der Kreisstadt, hinzu kommen noch die privaten. "Das sind viele Bäume, aber in der Innenstadt müsste es grüner werden", betont er mit Blick auf das Innenstadtkonzept. Er wird seine Ideen in diesen Masterplan einfließen lassen.

Ferdinand Ortmann hat die klassische Ausbildung hinter sich: Nach Abi und Bundeswehr eine Lehre als Landschaftsgärtner in Boffzen-Höxter und Erlangen, Studium im Fachbereich Landschaftspflege in Osnabrück. Von 1988 bis 1996 arbeitete er als Bauleiter im Garten- und Landschaftsbau in Hessen. Erfahrungen im kommunalen Bereich sammelte er im Gartenamt der Stadt Gießen (1995 bis 1996).

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16 Jahre war Ortmann als bauleitender Landschaftsarchitekt bei der renommierten Firma BW&P (Bödeker, Wagenfeld und Partner) und dann bei dem Nachfolgeunternehmen FSWLA (Jörg Weisser und Thomas Fenner) beschäftigt. Das Unternehmen mit Sitz in Hubbelrath kreiert die Grünanlagen des Kö-Bogens und verschiedener Krankenhäuser, darunter den künftigen Außenbereich des Evangelischen Krankenhauses Mettmann. Und wie gefällt's jetzt in der Verwaltung? "Ich bin sehr aufgeschlossen aufgenommen worden. Die Kollegen sind hilfsbereit", betont Ortmann. Er, der in Urdenbach wohnt und in seiner Freizeit segelt und auf dem Rennrad strampelt, kannte Mettmann bislang nur vom Blotschenmarkt und von Wanderungen im Neandertal. Und: "In der Mittagspause sind wir von Hubbelrath oft zu Auwis-Imbiss gefahren", sagt er und lacht.

Ferdinand Ortmann braucht Verstärkung. Gab es früher im Grünflächenamt acht Mitarbeiter, sind es heute mit ihm nur noch zwei. Sein Kollege Siegfried Eichner hat gekündigt und wird die Stadtverwaltung im März verlassen. Eichner wird sich selbstständig machen und den Betrieb seines Onkels übernehmen. Die Stelle soll intern und extern ausgeschrieben und wieder besetzt werden, heißt es in der Vorlage für den nächsten Hauptausschuss. Gerade die Neugestaltung der Spielplätze und die Kontrolle der Verkehrssicherheit der öffentlichen Anlagen erfordert viel Arbeitskraft. Hinzu kommt die Überwachung der Baumschutzsatzung mit etwa 150 Anträgen im Jahr. Für einen Ein-Mann-Betrieb ist dies kaum zu schaffen.

(RP/ac)