Wülfrath: Hoher Schaden nach Brand bei Rheinkalk

Wülfrath : Hoher Schaden nach Brand bei Rheinkalk

In 30 Meter Höhe brannte die Holzdecke eines Gebäudes aus. Eine Feuerwehrfrau wurde beim Einsatz leicht verletzt.

Eine verletzte Feuerwehrfrau forderte ein Brand, der in der Nacht zu Donnerstag in einer Werkhalle des Rheinkalk-Standortes in Flandersbach ausgebrochen war. Dabei brannte eine Holzbalkendecke komplett aus. Die Ursache ist noch nicht geklärt, teilte die Werksleitung von Rheinkalk gestern Nachmittag mit.

Die Holzdecke brannte auf 30 Quadratmetern völlig aus. Foto: Feuerwehr

Um 22.50 Uhr schrillten die Alarmglocken auf der Feuerwache. Auf dem Werksgelände in Flandersbach war ein großflächiger Brand am Dach im Gebäude der so genannten Kalkaustragssysteme gemeldet worden. Im Bereich von Schachtöfen des kalkproduzierenden Betriebs standen etwa 30 Quadratmeter Dachkonstruktion in mehr als 30 Meter Höhe in Flammen. Mit drei C-Rohren bekämpften insgesamt 45 Einsatzkräfte das Feuer. Ein C-Rohr mit etwa 200 Meter Schlauch musste innerhalb des Gebäudes über mehrere Etagen und stählerne Treppen in das oberste Stockwerk transportiert werden. Dies gestaltete sich höchst kompliziert und beanspruchte die Einsatzkräfte extrem, sagte Einsatzleiter Matthias Mausbach gestern.

Der Einsatz im Rheinkalk-Werk dauerte bis 4.30 Uhr. Foto: Feuerwehr

Der ungelöschte Kalk an der Einsatzstelle machte in seiner Staubform zusätzliche Schwierigkeiten. 45 Einsatzkräfte, der Notarzt aus Mettmann sowie der Gerätewagen Atemschutz waren die Nacht über im Einsatz. Eine Feuerwehrfrau wurde leicht verletzt, sie erlitt leichte Verätzungen von ungelöschtem Kalk. Nach ärztlicher Behandlung konnte sie aber entlassen werden.

Die Feuerwehr löschte den Brand und war mit der Nachschau bis morgens 4.30 Uhr vor Ort. Ein nachträglicher Schwelbrand wurde ebenfalls gelöscht. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, hieß es gestern bei Rheinkalk. Der Grund werde nun ermittelt. Die betroffenen Öfen wurden von der Werksleitung erst mal stillgelegt. Die Produktionsausfälle werden durch andere Öfen aufgefangen, heißt es. Die Höhe des Sachschadens könne man noch nicht beziffern, teilte die Werksleitung gestern mit.

Bereits Ende August hatte es im Rheinkalk-Werk gebrannt. Durch einen technischen Defekt an der Schachtofenanlage geriet Hydrauliköl in Brand. Das Feuer breitete sich damals über mehrere Etagen aus.

(RP)
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