Erkrath: Höhere Friedhofsgebühren im Stadtrat abgelehnt

Erkrath : Höhere Friedhofsgebühren im Stadtrat abgelehnt

Grabstätten in Erkrath dreimal so teuer wie im Umland.

Das wollte die CDU im Rat der Stadt Erkrath nicht hinnehmen, dass die Friedhofsgebühren derart steigen, dass immer mehr Leute ihre Angehörigen aus Kostengründen in Nachbarorten wie Gerresheim bestatten lassen. Unbestritten liegt Erkrath mit seinen Friedhofsgebühren im Kreis mit an der Spitze. Hier ist das Sterben teilweise dreimal so teuer wie in den Nachbargemeinden, so die CDU. Das liegt unter anderem daran, dass Freiflächen vorgehalten werden, die auch der städtischen Pflege bedürfen. "Es kann nicht angehen, dass Erkrather sich nicht in ihrer Stadt beerdigen lassen, weil es ihnen bei uns zu teuer ist", sagt CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Jöbges.

"Ich finde, wir sollten die Gebühren in der Höhe belassen, wie sie sind, auch wenn sie den städtischen Haushalt belasten." Immerhin sollten nach Vorstellungen der Verwaltung die Gebühren für Gräber ab nächstem Jahr um acht bis zwölf Prozent steigen. Detlef Ehlert (SPD) hielt dagegen, dass Gebührenhaushalte per Gesetz kostendeckend sein müssten. "Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir ein Defizit bei den Friedhofsgebühren im städtischen Haushalt auffangen. Dann müssen wir in drei Jahren entsprechend heftig erhöhen." Auch Reinhard Knitsch von den Grünen warnte: "Der Vorschlag ist unredlich.

Wir verschieben die Kosten in die Zukunft." Dennoch wird es erst einmal nach Willen einer Ratsmehrheit noch keine Erhöhung geben. Die Verwaltung soll überlegen, wo an der Friedhofsunterhaltung gespart werden kann. Vielleicht da, wo auch Inge Berkenbusch von der FDP einhakte: "Wir sollten nicht ohne Ende Freiflächen vorhalten."

(ik)