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Mettmann: Hochzeitsmesse: "Mettmann traut sich"

Mettmann : Hochzeitsmesse: "Mettmann traut sich"

Brautleute, die zum zweiten oder dritten Mal heiraten, sind eine Zielgruppe. Das Brautkleid-Model geht noch zur Schule.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob er die richtigen Blumen findet. In dieser und jeder anderen Hinsicht waren die Besucher der "Mettmann traut sich" bestens versorgt. Denn die Tischdekorationen, herzhafte und süße Leckereien, Eheringe in allen Variationen und natürlich die schönsten Hochzeitskleider ließen gefühlt "den großen Tag" für die Besucher ganz nahe rücken. Dass für manche dieser große Tag bereits zum zweiten oder dritten Mal stattfindet, auch darauf war man hier vorbereitet. Die 14. Hochzeitsmesse trumpfte in Mettmann mit neuem Namen und sieben neuen Ausstellern im Best Western Hotel auf.

"Wenn eine Braut sich bereits zum zweiten Mal eine Hochzeitsrobe aussucht, weiß sie oft ganz genau, was sie möchte", erklärte Brautgeschäft-Inhaberin Gisela Struck aus Erfahrung. Und das sei beim Kleid meist genau das Gegenteil, von dem, was sie bei der ersten Hochzeit getragen hat. "Denn zweimal in Weiß heiraten, ist selten der Wunsch", so die Expertin. Beliebter seien da dann Champagnertöne, altrosa oder gold-creme. Auch Inga Mehner vom Juwelier "Duo" betreute bereits einige "Wiederholungstäter". "Diese Paare sind meist nicht mehr so idealistisch, sondern eher pragmatisch veranlagt", verrät sie. Da käme es auch schon einmal vor, dass der Mann bereits im Vorfeld weiß, dass er den Ring nur am Hochzeitstag selbst am Finger tragen möchte. "In so einem Fall wird dann gerne mehr Geld in den Ring der Frau investiert, da das Gegenstück dazu sowieso in einer Schublade sein Dasein fristen wird."

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Hochzeitserfahrungen en Masse hat auch Maja-Kim bereits gesammelt. Seit zwei Jahren schreitet sie mit Schleppe und Hochsteckfrisur durch die Gänge des Best-Western-Hotels – und das schon im zarten alter von 15 Jahren! "Mittlerweile fühlt es sich auch gar nicht mehr unter dem Schleier eigenartig an", verrät das junge Model. Doch wenn sie einmal ihr eigenes Kleid aussuchen wird, stelle sich die Aufregung bestimmt wieder ein, schmunzelt die Schülerin.

Junge Bräute voller Erwartung oder ältere voller Erfahrung – Pfarrer Ernst Schmidt gibt in beiden Fällen seinen Segen. "Eine Ehe ist eigentlich ein lebenslanger Bund", betont der evangelische Theologe. "Doch das Leben lehrt uns, dass es auch manchmal andere Wege einschlägt." Entscheidend sei aber, die Hoffnung in das Versprechen. "Und wenn die da ist, dann spielt es keine Rolle, ob sie zum ersten oder zum zweiten Mal in einem Menschen aufkeimt." Liebe, Hoffnung, Herzchenkuchen – bei Maja-Kim steht noch alles offen. "Umso schöner, vorher schon einmal am Thema Hochzeit geschnuppert zu haben", freut sie sich.

(nibo)