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Erkrath: Hochdahler Chöre erwarten 1400 Besucher in der Stadthalle

Erkrath : Hochdahler Chöre erwarten 1400 Besucher in der Stadthalle

RP-Musikkritiker Wolfram Goertz führt durchs Programm der Hochdahler Chöre. Unterstützung von der Oper und der Robert-Schumann-Hochschule.

"Klassische Musik muss nicht staatstragend, langweilig und schwer zugängig sein", sagt Detmar von Foerster, Vorsitzender des Hochdahler Männergesangsvereins. Und genau deshalb setzen die Hochdahler Chöre bei ihrem zehnten Chor- und Solistenkonzert am 16. und 17. November (17 und 15 Uhr) auf klassische Chormusik, die bekömmlich präsentiert wird. 130 Sänger werden an den beiden Tagen auf der Bühne in der Erkrather Stadthalle stehen und zweieinhalb Stunden lang mit der Champagne Arie aus Don Giovanni und dem Te Deum aus Tosca bezaubern. Unterstützt werden sie vom russischen Bariton Boris Statsenko, ein Heldenbariton, der von Verdi über Puccini bis Wagner alle großen Partien singt, und der jungen Sopranistin Linda Hergarten von der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Dirigent und Chorleiter ist seit drei Jahren Professor Thomas Gabrisch von der Musikhochschule Düsseldorf, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Beste aus seinen Amateur-Sängern herauszuholen. "Er stellt hohe Ansprüche an uns", sagt von Foerster.

 Immer wieder ein ansprechender Musikgenuss: die Chor- und Solistenkonzerte der Hochdahler Sänger im November.
Immer wieder ein ansprechender Musikgenuss: die Chor- und Solistenkonzerte der Hochdahler Sänger im November. Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Moderiert werden beide Veranstaltungen vom Musikkritiker der Rheinischen Post, Wolfram Goertz, einem profunden Kenner klassischer Musik, der es versteht, interessant und witzig in die Musik und den Charakter der Komponisten einzuführen. Von Foerster erwartet an beiden Tagen ein volles Haus, das heißt 700 Besucher pro Abend. "Das Interesse ist immer sehr groß", sagt er. Durch viele Sponsoren seien die Chöre in der glücklichen Lage, Spitzenkräfte für ihre Konzerte zu verpflichten – wie den künstlerischen Direktor der Deutschen Oper am Rhein, Stephen Harrison, der am Flügel sitzen wird. Besonders freut sich von Foerster, als krönenden Abschluss der beiden Konzerte einen Querschnitt durch Orffs Carmina Burana bieten zu können – mit zwei Flügeln und drei Pauken – "ein furioses Feuerwerk, das Gabrisch mit uns einstudiert hat", sagt er. 20 Instrumentalisten der Musikhochschule werden die Konzerte begleiten.

"Wir scheuen uns nicht, mit einem Block russischer Volksmusik zu starten", sagt von Foerster, "wir sehen das nicht so verkrampft. Wir wollen, dass die Leute sich schön anziehen, das Konzert genießen, anschließend gut essen gehen und das Gefühl haben, einen schönen Nachmittag verbracht zu haben."

(RP)