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Hobby-Ornithologen zählen in 387 Gärten die Vögel

Naturschutz-Aktion im Kreis Mettmann : Hobby-Ornithologen zählen in 387 Gärten die Vögel

An der „Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzbundes (Nabu) haben sich auch Tierliebhaber aus dem Kreis Mettmann beteiligt. Ihre Ergebnisse zeigen: Die tödliche Epidemie der Blaumeisen zeigt in der Region noch geringere Auswirkungen als anderswo.

(arue) Mehr als 130.000 Menschen haben deutschlandweit das Muttertagswochende genutzt, um auf Initiative des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) Vögel in Garten, Park oder auf dem Balkon zu zählen, so viele wie nie. Auch im Kreis Mettmann machten etliche Vogelfreunde mit: Sie zählten in insgesamt 387 Gärten die Vögel.

Die Blaumeise stand im Mittelpunkt des Interesses: Seit Anfang März gibt es vermehrt Berichte über kranke und tote Blaumeisen. Als Ursache gilt das Bakterium Suttonella ornithocola, das bei Meisenarten Lungenentzündungen verursacht. Das könnte sich auch auf den Bestand auswirken: Statt 2,16 Blaumeisen pro Meldung sind es in diesem Jahr nur noch 1,66 – mit Abstand der niedrigste Wert seit Beginn der Zählungen 2005. Im Kreis Mettmann wurden dem Nabu zufolge in 387 Gärten 1347 Blaumeisen gezählt. Damit beträgt das Verhältnis 3,48 – im Vergleich ein guter Wert.

Der Haussperling ist mit deutschlandweit 5,3 Tieren pro Garten der häufigste Gartenvogel. Der Wert im Kreis Mettmann unterschreitet ihn: Vogelliebhaber zählten in 387 Gärten 1259 Haussperlinge, das ist ein Wert von 3,25.

Auch der Bestand der Amseln wurde durch das Usutu-Virus dezimiert. Deutschlandweit liegt der Wert bei 2,91 Vögeln pro Garten, im Kreis Mettmann sind es 1098 Vögel, der Wert liegt bei 2,84. 

Große Verlierer dieses Jahres sind neben der Blaumeise auch der Star (305 entdeckte Vögel, Verhältnis: 0,79) und – wie schon in den Vorjahren – der Grünfink (im Kreis Mettmann 305 entdeckte Vögel, Verhältnis: 0,91). Auch beim kleinen Zaunkönig sinken die Zahlen (100 gesichtete Vögel, Wert: 0,26) konstant von Jahr zu Jahr.