Erkrath: Hilfsbrücken abgebaut

Erkrath : Hilfsbrücken abgebaut

Auf der Großbaustelle für die Bahn-Unterführung der Bergischen Allee an der Professor-Sudhoff-Straße wird bis spät in die Nacht gearbeitet. Bis zum Jahresende soll der Tunnel unter den Gleisen fertig sein.

Erst im Oktober und November letzten Jahres sind die 50 Tonnen schweren Hilfsbrückenträger unter den S-Bahn-Gleisen an der Professor-Sudhoff-Straße eingesetzt worden. Jetzt haben sie bereits ausgedient. Jedenfalls an der Baustelle in Erkrath. Zwei sind bereits abmontiert worden, die dritte (unter dem Gleis der Regionalbahnzüge) folgt Ende April. Die Hilfsbrücken kommen zurück zum Bauhof der Bahn und können später auf anderen Baustellen eingesetzt werden.

In Hochdahl ist inzwischen die Unterführung unter den Gleisen im Rohbau fertig. Und auch anders als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte nämlich das komplette Bauwerk neben den Schienen gebaut und dann hydraulisch unter die Strecke geschoben werden. Doch letztlich wurde ein anderes Verfahren gewählt, was wesentlich preisgünstiger war.

Seitenwände im Mai erstellen

Nachdem im Herbst die Hilfsbrücken eingehängt waren, konnte unter den Schienen zunächst die Erde für die Unterführung ausgehoben werden. Dann wurde erst die Bodenplatte erstellt, wenig später wurde die Decke des Tunnels betoniert, allerdings noch nicht in der endgültigen Höhe, erläutert Carsten Kampmann, Bauleiter der mit dem Projekt beauftragten Firma Vössing. Anschließend wurde die Decke hydraulisch in die vorgesehene Höhe gedrückt und darunter konnten die beiden Seitenwände errichtet werden. Jetzt werden lediglich noch die Zwischenräume verfüllt und im Mai sollen die Seitenwände an den beiden Tunnelausgängen erstellt werden. Für den Abbau der Hilfsbrücken wurde die Ferienzeit gewählt, um möglichst wenig Fahrgäste zu treffen. Schließlich halten bis zum 17. April in Hochdahl und Alt-Erkrath keine S-Bahnen, zwischen Gerresheim und Millrath wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Während der Arbeiten läuft der gesamte Zugverkehr – etwa 200 Einheiten pro Tag – über das dritte Gleis, das sonst der Regionalbahn vorbehalten ist. Wenn dort demnächst ebenfalls die Hilfsbrücke abgebaut wird, wird dies die Fahrgäste allerdings nicht mehr beeinträchtigen. Die Züge werden dann über die S-Bahn-Gleise geleitet.

Um die Sperrpause der Strecke so kurz wie möglich zu halten, wird bis spät in die Nacht gearbeitet, was zu verstärkter Lärmbelästigung für die Anwohner führen kann. Die entsprechende Nachtarbeitsgenehmigung liege natürlich vor, bekräftigt Ralf Fischer von der DB-Projektbau, der für die Bahn die Arbeiten beaufsichtigt. Bis zum Ende des Jahres könnte die Unterführung komplett fertig sein, schätzt Carsten Kampmann. Nutzen können die Autofahrer sie dann aber noch lange nicht, dann muss von Straßen NRW erst noch die Fahrbahn unter der Bahnlinie und die Anbindung an die Professor-Sudhoff-Straße erstellt werden.

(RP)
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