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Mettmann: Heute Warnstreik und Kundgebung auf dem Jubi

Mettmann : Heute Warnstreik und Kundgebung auf dem Jubi

Mettmann/Wülfrath/Erkrath Die Beschäftigten der Rathäuser, Bauhöfe und Kreisverwaltungen sind heute morgen von der Gewerkschaft Verdi aufgerufen, sich an einem Warnstreik zu beteiligen. Ausgenommen sind die Erzieherinnen der Kindertagesstätten, für die am Donnerstag ein Warnstreik organisiert wird. In der Kreisstadt Mettmann werden am Morgen gegen 8 Uhr zwei Demonstrationszüge vom Bauhof und vom Rathaus zum Jubiläumsplatz ziehen, wo um 9.30 Uhr eine Kundgebung beginnt, auf der Vertrauensleute aus Mettmann, Wülfrath, Heiligenhaus, Velbert und Haan sprechen werden.

„Wir wollen mehr Knete sehen“

„Wir wollen unsere Forderungen transparent machen“, sagte gestern Jutta Fiege, Personalratsvorsitzende aus Wülfrath. Auf der Liste stehen: acht Prozent mehr, mindestens aber 200 Euro monatlich, unbefristete Übernahme aller Auszubildenden, 120 Euro mehr Ausbildungsentgelt monatlich.

Dieter Quack, Vorsitzender des Mettmanner Personalrates, machte deutlich, dass die Zeit der Zurückhaltung vorbei sei: „Wir wollen mehr Knete sehen.“ Eine Lohnerhöhung diene auch den Städten, so der Wülfrather Vertrauensmann Reiner Schmidt. Denn die Beschäftigten würden das Geld ausgeben, die Steuereinnahmen würden steigen. Wenn die Kämmerer der Städte auf ihre knappen Kassen verweisen, entgegnen die Verdi-Sprecher wie Jutta Fiege: „Dass es den Kommunen schlecht geht, ist nicht Schuld der Beschäftigten.“ Umgekehrt würde sich keine Gemeinde sanieren, so Dieter Quack, „wenn wir auf die Erhöhung verzichten würden.“

Friedel Liesenkloss von der Kreisverwaltung Mettmann entgegnet den Kämmerern: Der Kreis ist schuldenfrei, und er entlastet daher auch die Städte. Außerdem hätten fast alle höhere Steuereinnahmen.

(RP)