Mettmann: Heiraten in der Kulturvilla ist möglich

Mettmann: Heiraten in der Kulturvilla ist möglich

Constanze Backes kann ihr Haus im neuen Jahr mit Erlaubnis der Stadt als Trauzimmer zur Verfügung stellen.

Constanze Backes und Bodo Herlyn ziehen eine positive Zwischenbilanz der neuen Kulturvilla an der Beckershoffstraße 20. "Es war ein großes Wagnis", sagt Constanze Backes rückblickend. Doch es habe sich gelohnt. Die beiden neuen Eigentümer des altehrwürdigen Hauses mussten viel Geld in die Hand nehmen, um das Gebäude zu sanieren und so herzustellen, dass es "bespielbar" ist. Dies gelang und gelingt mit viel Engagement, Herzblut und Enthusiasmus.

Um die Kulturvilla auf stabile Beine zu stellen, ist ein Verein gegründet worden. "Wir freuen uns bereits über 140 Mitglieder", sagt Herlyn. Am 5. Dezember hatte sich der Beirat versammelt, der aus Klaus Bartel, Hanna Eisenbart, Bodo Nowodworski, Jürgen Jülich, Fritz Eigen, Gabi Foerster, der Stadt Mettmann und dem Kreis Mettmann besteht.

Wichtig ist den "Machern" auch, dass in der Beckershoffstraße 20 nicht nur das eigene Programm der Kulturvilla läuft, sondern der Saal auch für andere Events genutzt werden kann. So wie beispielsweise durch die Agentur Me-Event. Parteien, die Musikschule, der Evangelische Kirchenchor und die Gesellschaft Verein haben erkannt, dass die Kulturvilla sich gut als Veranstaltungsort eignet, weitere Nutzer sollen folgen, sagt Herlyn. Das sei wichtig, um die Betriebskosten des Hauses zu decken. Künftig will die Kulturvilla nämlich nicht nur Menschen aus der Kreisstadt, sondern auch Kulturbegeisterte aus der gesamten Region ansprechen.

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Übrigens: Mit der Königshof-Galerie ist ein Abkommen geschlossen worden. Wer sein Auto im dortigen Parkhaus abstellt und eine Veranstaltung in der Kulturvilla besucht, erhält ein reduziertes Ausfahrticket. Angestrebt wird ebenfalls eine Mitgliedschaft der Firmen und - vor allem - eine noch bessere Ausnutzung der Räumlichkeiten, auch tagsüber. Denn die "Lokation" eignet sich hervorragend für Feiern jeglicher Art. "Wir können zwei sehr zuverlässige und gute lokale Caterer anbieten. Doch es ist natürlich auch möglich, eigene Caterer zu engagieren oder die Gesellschaft selbst zu versorgen", sagt Constanze Backes. Ganz wichtig: Wer in der Kulturvilla nicht nur die Hochzeit feiern will, sondern sich auch das Ja-Wort geben möchte, der kann dies ab dem neuen Jahr tun. "Wir haben die Erlaubnis der Stadt, unsere Kulturvilla als Trauzimmer zur Verfügung zu stellen", freut sich Constanze Backes.

Das neue Programm der Kulturvilla steht bereits. Ein kleiner Einblick: Am 8. Januar startet das neue Jahr mit einer Swing-Kabarett-Revue. Sabine und Martin Brüning laden zu einer nostalgischen Zeitreise mit Musik und Tanz ein. Am 12. Februar wird der große Stummfilm "Metropolis" von Fritz lang gezeigt. Oliver Richters wird den ersten Science-Fiction-Film der Welt aus dem Jahr 1927 am Klavier bleiten. Immer vor den Erwachsenen-Programmen startet nachmittags die kleine Kulturvilla: Am 8. Januar geht's um die Frage, wie haben Kinder vor 100 Jahren gelebt und am 12. Februar werden zwei Filme mit Oliver Hardy und Stan Laurel (Dick und Doof) gezeigt.

Karten für alle Veranstaltungen gibt es in der Ticketzentrale, Markt 17, Telefon 02104 929292.

(RP)
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