Bewegender Abschied in Mettmann Die „Mama“ der Schule

Mettmann · Wiltrud Egemann, eine äußerst verdiente Pädagogin, verabschiedet sich in den Ruhestand. Für die Heine-Schüler war sie mehr als bloß eine Lehrerin.

 Wiltrud Egemann unterrichtete die Fächer Latein, Englisch und Erdkunde, außerdem war sie Gleichstellungsbeauftragte am Heine-Gymnasium in Mettmann. Nun geht sie in Ruhestand. Schüler und Kollegium verlieren damit die „Mama der Schule“, wie sie liebevoll genannt wurde.

Wiltrud Egemann unterrichtete die Fächer Latein, Englisch und Erdkunde, außerdem war sie Gleichstellungsbeauftragte am Heine-Gymnasium in Mettmann. Nun geht sie in Ruhestand. Schüler und Kollegium verlieren damit die „Mama der Schule“, wie sie liebevoll genannt wurde.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Eierkartons, Papphülsen, Bänder und etwa 6000 Knöpfe packt die „Wilde Trude“ noch rasch in die Tasche. Dann ist Feierabend. „Jetzt gehe ich in Rente“, sagt Wiltrud Egemann unprätentiös. Seit 2004 unterrichtete die 64-Jährige am Heine-Gymnasium. Latein („eine Killer-Sprache, aber nützlich“), Englisch und Erdkunde standen auf ihrem Stundenplan. Für ihre Schüler aber war sie viel mehr als bloß eine Lehrerin. „Sie war die Mama der Schule“, wie Schuleiter Hanno Grannemann ergänzt. Denn galt es mal, wegen einer verhauenen Arbeit zu trösten: Frau Egemann war da. Mangelte es Schülern an eigenem Input, was denn Kreatives zu Festtagen verschenkt werden könnte, Eierkartons & Co. wurden jenseits des Stundenplans gemeinsam verbastelt. Und wenn mal ein abgerissener Knopf anzunähen war, dann erledigte das, na klar, Wiltrud Egemann.