Wülfrath: Havemannstraße wird unruhig

Wülfrath: Havemannstraße wird unruhig

Die GWG reißt drei Häuser mit 19 Wohnungen ab und baut zwei neue Gebäude mit 33 Wohneinheiten.Knapp fünf Millionen Euro werden investiert. Der gesamte Altbestand wird nach und nach renoviert oder erneuert.

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) beginnt mit ihrem Bauvorhaben Havemann-/Schillerstraße. Im ersten Bauabschnitt wird am Montag, 8. März, mit dem Abbruch der leergezogenen Wohnhäuser Schillerstraße 34, Havemannstraße 1 und 3 begonnen. Die Aushubarbeiten schließen sich an und die Vorbereitungen für den Neubau der zwei Wohnhäuser mit insgesamt 33 Wohneinheiten beginnen (Bebauungsplan Nr, 1.28 Havemannstraße). Die Abbruch- und Aushubarbeiten – ausgeführt von der Firma Stricker – dauern voraussichtlich 30 Werktage. Die Arbeiten werden von einem Bodengutachter begleitet, teilte das städtische Tochterunternehmen mit.

4,7 Millionen Euro werden investiert. Das Land hat der GWG zinsverbilligte Kredite in der Höhe von etwa drei Millionen Euro bewilligt.

Bauen im Bestand

Ursprünglich hatte die GWG geplant, die Anfang der 50er Jahre gebauten Wohnhäuser an der Havemannstraße (neun Objekte) und an der Schillerstraße (3 Objekte) im Laufe der nächsten zehn Jahre nach und nach abzureißen und in Bauabschnitten neue, zeitgemäße Sozialwohnungen zu erstellen. Diese zwei Jahre alten Überlegungen wird Juan-Carlos Pulido, seit 1. Oktober GWG-Geschäftsführer, überprüfen. Möglicherweise seien Abriss und Neubau nicht bei allen Häusern wirtschaftlich sinnvoll. "Bauen im Bestand" sei eine Handlungsalternative. Nachdem die Mieter woanders untergebracht sind werden Häuser modernisiert und energetisch zeitgemäß hergerichtet. Aufzüge und Treppenhäuser könnten außen angebracht werden, wodurch mehr Wohnraum geschaffen werden könne.

  • Kommentar : Zaubern geht nicht

Doch zuvor muss in jedem Einzelfall die Bausubstanz untersucht werden. Erst danach sei zu entscheiden, welcher Weg gegangen werde. "So oder so ist es unser Ziel, bezahlbare Mietpreise zu behalten", betont Pulido. Bauen im Bestand sei für die Nachbarschaft weniger belastend als ein Hausabriss.

28 neue Sozialwohnungen

Die am Montag beginnende Baumaßnahme werde das Umfeld belasten, sagte Pulido. "Zaubern geht nicht." Drei Gebäude mit insgesamt 19 Wohneinheiten werden abgerissen. Die ehemaligen Bewohner sind größtenteils in GWG-Wohnungen untergebracht. Auf der freiwerdenden Fläche werden zwei neue Gebäude mit insgesamt 33 Wohneinheiten gebaut, davon sind 28 Sozialwohnungen.

(RP)