Haushalt 2019 in Mettmann eingebracht

Entwurf des Haushalts 2019 eingebracht: Stadt hat ein großes Haushaltsloch

Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Kämmerin Veronika Traumann haben den Entwurf des Haushalts 2019 eingebracht. Spielraum für Wünsche ist nicht mehr vorhanden.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Stadtkämmerin Veronika Traummann haben in der jüngsten Ratssitzung den Halshalt-Entwurf für 2019 eingebracht, der allerdings noch viele Fragezeichen aufweist.

Die Stadt Mettmann steht kurz vor einem Nothaushalt, denn der Entwurf weist ein Fehlbetrag von 1,1 Millionen Euro auf. Ob sich dieses Minus im Laufe des nächsten Jahres noch vergrößert, kann vermutet werden. Dann wird der Landrat als Aufsichtsbehörde vermutlich die Reißleine ziehen und die Stadt auffordern, ein Haushaltssicherungskonzept vor zu legen. Das heißt: sparen, sparen, sparen.

Der Grund für die gestiegenen Ausgaben sind die Personalkosten, sagte Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Bei der Feuerwehr, beim Rettungsdienst, beim Bauhof und bei den Kindergärten musste personell nachgebessert werden, um die Vorschriften zu erfüllen und einen vernünftigen Betrieb aufrechtzuerhalten.

Doch das ist nicht alles: Im nächsten Jahr müssen „dicke Brocken“ angepackt werden. Veronika Traumann stellte die wesentlichen Investitionen (insgesamt14,7 Millionen) vor: Planungskosten für den Umbau der Feuerwache (200.000 Euro), Sanierung Hallenbad (800.000 Euro), Straßen-Sanierung (500.000 Euro) Umgestaltung Bismarckstraße (400.000 Euro), diverse Brandschutzarbeiten an Schulen (900.000 Euro), Umbau Düsselring (200.000 Euro) und Kanalbau Magdeburger Straße/Borner Weg 400.000 Euro. Sämtliche Investitionen werden über Kredite finanziert.

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Dabei hat Traumann allerdings vergessen, dass es noch andere Baustellen in der Stadt gibt, die dringend angepackt werden müssen. Das ist die Diskussion um die Schullandschaft in Mettmann. „Ich spreche mich für eine Gesamtschule in Mettmann aus - unter Beibehaltung beider Gymnasien“, sagte Bürgermeister Dinkelmann. Der Wunsch vieler Eltern nach einer Gesamtschule könne und dürfe nicht länger ignoriert werden. Die Diskussion um die Gesamtschule, die schon vor vielen Jahren in Mettmann geführt werde, sollte endlich in ein klares Votum für die Schulform münden, sagte der Bürgermeister.

Städtische Gebäude, die Stadthalle, eine neue Feuer- und Rettungswache, Schulen, Kitas seien weitere große Bausteine, die im nächsten Jahr bewegt werden müssen, so Dinkelmann. „Um dafür entscheidungsfreie Beschlüsse fassen zu können, laufen derzeit die Vorhaben der Verwaltung auf Hochtouren“, so Dinkelmann.

Der Bürgermeister beabsichtigt, die Stadt attraktiver zu gestalten: „Mit allen Kräften werde ich dafür sorgen, dass die Innenstadt weiter belebt wird. Der Anfang ist längst gemacht, mit stimmungsvollen After-Work-Events in der Fußgängerzone oder dem Open-Air-Kino und den Klangräumen in der Oberstadt.“ Ein klares Vorum gab’s für den Einzelhandel: „Die Verwaltung wird weiterhin alle Geschäftsleute, Vereine und Initiativen unterstützen, die dazu beitragen, dass unsere Innenstadt lebendig bleibt.“

Dinkelmann hat sich auf die Fahne geschrieben, den Einzelhandel zu stärken, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, neue Flächen für Unternehmen zu entwickeln und den Landschaftsgürtel um Mettmann zu bewahren.

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