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Handwerk im Kreis Mettmann: In den Ferien an die Werkbank

Handwerk im Kreis Mettmann : In den Ferien an die Werkbank

Die Kreishandwerkerschaft Mettmann bietet Wochenkurse in der Lehrwerkstatt Elektro und Malerhandwerk an. Schulabgänger sollen das Handwerk kennenlernen.

Angesprochen sind Schulabgänger aus den Klassen neun und zehn. Was werden sie nach der Schule machen? Durch die Pandemie fehlten bislang die Möglichkeiten, sich in Praktika zu orientieren. Jobbörsen fanden – wenn überhaupt – digital statt. In diese Lücke springt nun die Kreishandwerkerschaft Mettmann. In den Sommerferien bietet sie fünf Elektro- und zwei Malerkurse an. Kostenlos können junge Leute in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte eine Woche lang erkunden, ob ihnen dieses Handwerk liegt.

Die Kosten der Praxiswoche teilen sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Denn die Maßnahmen fällt unter das Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Von den Teilnehmern wird lediglich erwartet, dass sie ihre Arbeitskleidung und – ganz wichtig – geeignete Sicherheitsschuhe selbst mitbringen. „Da kann ich auf Wunsch aber Quellen nennen, über die sich all das preiswert beschaffen lässt“, verspricht die für Berufsbildung zuständige Abteilungsleiterin Gabriele Leßel.

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In der Elektrotechnik geht es um Energieeffizienz und Klimatechnik. Bei den Malern wird ein Ornament erstellt und das Tapezieren trainiert. Täglich von 9 Uhr morgen – „Schließlich haben unsere Teilnehmer ja Ferien“ – bis 16 Uhr am Nachmittag. Am Ende steht ein Zertifikat über die Teilnahme. „Das macht auf jeden Fall einen guten Eindruck, wen man sich bei einem Betrieb bewirbt. Denn es zeigt, dass man sich in den Ferien mit dem künftigen Beruf befasst hat“, sagt Gabriele Leßel.

Viel wichtiger aber sind die Tipps der gestandenen Ausbildungsmeister aus der überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Kreishandwerkerschaft. Und vor allem – die eigene Erfahrung an der Werkbank. Schließlich lässt sich kaum irgendwo sonst besser erkunden, ob ein Gewerk wirklich so viel Spaß macht, dass es zum Beruf werden könnte. Außerdem bekommen die Teilnehmer am Ende der Woche mit nach Hause, was sie mit ihren Händen geschaffen haben.

„Ein Bitte hätte ich an die Eltern: Bitte füllen Sie den Anmeldebogen möglichst komplett aus“, sagt Gabriele Leßel. Denn weil die fünf Elektrokurse ab Montag, 12. Juli, und die beiden Maler-Wochen – 26. bis 30. Juli und 2. bis 6. August – kurzfristig ins Programm genommen wurden, kann es notwendig sein, die Teilnehmer gleichmäßig auf die Lerngruppen zu verteilen.

Informationen und Anmeldung auf handwerk-me.de/AKTUELLES/KAoA-Sommer-2021