Mettmann: Handel erwartet 36 Millionen Euro

Mettmann : Handel erwartet 36 Millionen Euro

Mit dem Weihnachtsgeschäft sind die Händler in Mettmann nach Angaben des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverbands zufrieden. Viele hoffen aber noch auf eine Verkaufssteigerung in den kommenden Tagen.

Zwar laufe das Weihnachtsgeschäft in Mettmann nicht so gut wie in den vergangenen Jahren, zumindest aber mit dem ersten Adventswochenende seien die Händler zufrieden. Vor allem den verkaufsoffenen Sonntag am 1. Dezember nutzten viele, um ein paar Geschenke zu besorgen. "Am zweiten Samstag im Dezember lief es schlechter, vermutlich durch den vorangegangenen verkaufsoffenen Sonntag und die schlechten Wetterbedingungen", sagt Rainer Gallus, Geschäftsführer des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes (REHDV). Entsprechend hoch seien die Erwartungen an die kommenden zwei Wochen vor dem Heiligen Abend. 36 Millionen Euro Umsatz soll nach Einschätzung von Gallus das Weihnachtsgeschäft in Mettmann einbringen. In Erkrath werden sogar zwei Millionen Euro mehr erwartet, in Wülfrath rechnet der REHDV-Geschäftsführer mit 28 Millionen Euro Einnahmen in der Weihnachtszeit.

Bei den Mettmanner Geschäftsleuten ist die Stimmung geteilt. Heidy Luckau von der Altstadtparfümerie wartet auf die Last-Minute-Käufer. Erst ab dem 17. Dezember rechnet sie mit einem ersten Ansturm. Auf starke Umsätze an den Samstagen verlasse sie sich nicht. "Die Samstage waren hier in Mettmann noch nie gut", sagt Luckau. Für ihre Weihnachtseinkäufe würden die Mettmanner eher in Großstädte gehen wie nach Düsseldorf, meint Heidy Luckau. Auch Gudrun Fath vom Spielwarengeschäft Spiel und Bahn hat vom Weihnachts-Trubel noch nicht viel mitbekommen, obwohl sie mit der Eröffnung der Königshof-Galerie jetzt einen zweiten Standort hat. "Aber die richtige Weihnachtszeit fängt auch immer später an", sagt sie. Früher seien die ersten Geschenke bei ihr schon im Oktober gekauft worden. Jetzt setzt Fath auf mehr Zulauf am kommenden Samstag. Das klassische Sortiment mit Eisenbahnen und Teddys hat die Inhaberin von Spiel und Bahn auch um ein paar Objekte aus dem Bereich moderne Technik erweitert. "Wir haben jetzt auch ein Tablet extra für Kinder, sogar bruchsicher."

In Rose Schlüters Buchhandlung — sie ist von der Freiheitsstraße in die Kö-Galerie gezogen — läuft es dagegen viel besser als im vergangenen Jahr. "Wir mussten schon mehr Personal einsetzen", sagt Schlüter. Wenn sonst zwei Mitarbeiter an einem Samstag im Einsatz waren, sind es jetzt vier gewesen und zusätzlich eine Geschenke-Verpackungs-Hilfe. Sogar längere Öffnungszeiten gibt es in der Buchhandlung, anstatt bis 19 Uhr öffnet das Geschäft in der Weihnachtszeit bis 20 Uhr. So wie übrigens alle Händler in der Kö-Galerie.

"Der neue Standort wird wirklich gut angenommen", sagt Schlüter. Und auch Andreas Kortenhaus von Juwelier Kortenhaus kann sich über die bisherige Weihnachtszeit nicht beklagen. "Vor allem in den vergangenen Tagen hat es spürbar angezogen", sagt er. Und so soll es seiner Einschätzung nach auch weitergehen. Sein Geschäft an der Johannes-Flintrop-Straße öffnet er samstags deswegen bis 18 Uhr anstatt bis 14 Uhr.

Besonders oft wurde bei Andreas Kortenhaus der Stadtring mit den Mettmanner Motiven gekauft. Und auch für die Kunden, die auf den letzten Drücker kommen — Kortenhaus gibt zu, dass es meistens Männer sind — hat der Juwelier vorgesorgt. "Wir haben in der jetzigen Weihnachtszeit unser Lager aufgestockt."

Um in den kommenden Tagen noch ein paar Kunden mehr in die Stadt und vor allem in die Kö-Galerie zu locken, gibt es ab heute in der Galerie einen kleinen Weihnachtsmarkt. "Der wird bis zum 23. Dezember stehen", sagt Philipp Walz vom Center-Management. Von den Händlern habe Walz ein sehr gutes Feedback bekommen. Zu den genauen Umsätzen konnte er aber noch nichts sagen, "Die werden erst im Januar bei einer Versammlung evaluiert", sagt er. Dass aber mehr Kunden in die Kö-Galerie kommen, lässt sich zumindest im Parkhaus messen. Wo sonst die ersten drei bis vier Etagen genutzt werden, seien zur Weihnachtszeit meistens die Stellplätze bis zum siebten Deck belegt.

(RP)
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