Hänsel und Gretel in der Kulturvilla

Aufführung in der Mettmanner Kulturvilla : Gäste von Hänsel und Gretel begeistert

Das Team der Wuppertaler Kinderkonzerte brilliert mit der Aufführung der Kinderoper von  Engelbert Humperdinck in der Kulturvilla. Es gibt noch eine zweite Vorstellung.

War das ein schöner Nachmittag, den die großen und kleinen Zuschauer  in der Kulturvilla erleben konnten: Hänsel und Gretel, diese einzigartige Kinderoper von Engelbert Humperdinck stand  mit dem Team der Wuppertaler Kinderkonzerte auf dem Programm.

2009 hatte Karin Leister dieses Team und eine Veranstaltungsreihe gegründet, die sich auf kindgerechte Werke spezialisiert,- wohl  mit Erfolg. Das Grimmsche Märchern ist bekannt: Die beiden Geschwister, Hänsel und Gretel, werden von der Mutter zum Beeren-Sammeln  in den Wald geschickt.

Sie verirren sich, finden nicht mehr heim, sind müde und hungrig, haben Angst. Das Sandmännchen (Lisanne Pohlenz)  beruhigt sie und nach ihrem Abendgebet, das immer wieder ergreifende „Abends, wenn ich schlafen geh‘, 14 Englein um mich steh‘n“ können sie einschlafen und die Engel bewachen ihren Schlaf. Der Mächenchor trug dieses wunderschöne Lied berührend vor.

Am nächsten Morgen entdecken die Kinder das Knusperhäuschen und begegnen der Hexe,  furios gespielt von Arian Stettler, der in mehrere Rollen schlüpfte. Das kleine Orchester, bestehend aus Violine (Karin Leister), Viola (Birthe Metzler), Klarinette (Simone Hauprich) und von der Musikschule Mettmann die Cellolehrerin Dorothee Matthes und Contrabass Hans Georg Kraft bildete das musikalische Fundament, glanzvoll intoniert und mit Liebe gestaltet.

Die beiden Hauptdarsteller: Hänsel,  gespielt von Katharina Fuchs mit warmem Mezzo und Gretel, mit glockenhellem Sopran (Tina Herrmann)  agierten voller Elan und Spielfreude.

Eine Reihe altbekannter Kinderlieder hat E. Humperdinck in seiner Oper verwenden können:   Brüderchen, komm tanz mit mir, Ein Männlein steht im Walde oder Suse, liebe Suse. Das macht diese Oper so kindgerecht und liebenswert. Übrigens: Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1893 in Weimar unter der Leitung von Richard Strauss statt.

Dass Hänsel und Gretel der Hexe entkommen können und diese in den Backofen beförderten, ist ja bekannt.

Es war eine Freude, wie Zuschauer und Akteure auf einander zugingen. Wie sie voneinander profitierten. Die Begeisterung schwappte über.

Das gesamte Ensemble: Schauspieler, Musiker und die Lebkuchenkinder (Mädchenchor der evangelischen Kantorei), die erst zwei Tage zuvor auch den Part der Engel übernehmen mussten, spielten und sangen mit ansteckendem Engagement und Constanze Backes kann der Wiederholung am 2. Weihnachtstag mit  freudiger Gelassenheit entgegen sehen.