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Händlerin sammelt fürs Krankenhaus in Mettmann

Solidarität in der Corona-Krise : Händlerin sammelt fürs Krankenhaus

Cora Fuchs verkauft selbst genähte Gesichtsmasken. Die Einnahmen gehen ans EVK.

Mit einem Acht-Stunden-Tag kommt Einzelhändlerin Cora Fuchs nicht mehr aus. Nachdem ihr Ladenlokal „Miss Fox“, in dem sie Tee und Dekoartikel anbietet, wegen der Corona-Krise schließen musste, organisiert sie nun den Versand. „Ob Homepage, Facebook oder Instagram – ich befeuere derzeit alle Kanäle“ erzählt sie. Viele ihrer Kunden bestellen Präsente zu Ostern, und sie hofft, dass auch der Muttertag noch Umsätze bringt. „Mein Tag fängt derzeit um 7.30 Uhr an und hört um 1 Uhr nachts auf“, sagt sie. Für die nächsten drei Monate ist ihre Existenz gesichert, da sie vom Land eine Sonderzahlung als Zuschuss beantragt hat. Der wurde zwischenzeitlich auch gezahlt. Die Bestellungen ihrer Kunden freuen sie, „ich bin total glücklich, das ist eine unheimliche Solidarität.“

Solidarisch zeigt sich Cora Fuchs aber auch mit dem Evangelischen Krankenhaus (EVK) Mettmann. Um die Anschaffung von Masken und Schutzkleidung zu finanzieren, hat der Förderverein des Krankenhauses jetzt einen Corona-Hilfs-Fonds ins Leben gerufen und ruft zu Spenden auf. Das hat Cora Fuchs erschüttert: „Wenn mir das jemand vor einem Monat gesagt hätte, hätte ich es nicht glauben können.“ Doch sie will helfen, und daher verkauft sie selbst genähte Gesichtsmasken ihrer Freundin Jadranka Poljacovic zum Preis von jeweils neun Euro. 350 Euro hat sie so schon zusammen bekommen, und hofft, dass es noch mehr werden. Das Geld soll das Evangelische Krankenhaus dann in medizinische Schutzmasken investieren können, die von Ärzten und Pflegepersonal dringend gebraucht werden und die im Akutfall mehr Schutz bieten als selbst genähte aus Stoff. Informationen über die Spendensammlung für das EVK im Internet unter www.betterplace.org.

Besuchen Sie die neue Plattform der Rheinischen Post unter www.rp-gemeinsamstark.de. Auf dieser Plattform wollen wir Helfer und Hilfsbedürftige zusammenführen, beispielsweise für den Einkauf für einen älteren Nachbarn oder Hilfspakete für Obdachlose. Gleichzeitig wollen wir einen Marktplatz für Dienstleistungsunternehmen schaffen, die durch die Krise in Not geraten sind.

(arue)