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Haan öffnet Pop-up-Freizeitpark an der Landstraße

Pop-up-Freizeitpark an der Landstraße : Kirmes auf umzäumtem Möbelhausgelände

Statt in der Innenstadt findet der „Haaner Freizeit-Spaß“ unter Hygieneschutz-Vorschriften auf dem Parkplatz des Ostermann-Küchenstudios statt. Der Eintritt der Besucher ist kontrollierbar, die sich beim Betreten registrieren lassen müssen.

Auch zahlreiche Mettmanner besuchen Jahr für Jahr die große Traditionskirmes. Weil den Haanern ihre Kirmes „heilig“ ist, gibt die Stadt dem Rummel nun auch in Corona-Zeiten eine Chance: Vorbehaltlich der abschließenden ordnungsbehördlichen Genehmigung wird vom 25. September bis zum 4. Oktober der „Haaner Freizeit-Spaß“ stattfinden – kleiner, aber dafür doppelt so lang wie die Kirmes in anderen Jahren. Wegen Corona zieht der Freizeit-Spaß von der Haaner Innenstadt auf den Parkplatz des Ostermann-Küchenstudios.

Initiiert wurde die Veranstaltung von den Schaustellerverbänden aus Wuppertal, Solingen und Düsseldorf, allen voran Schaustellerin Christiane Schäfer. Sie hat auch Möbelhausbesitzer Rolf Ostermann ins Boot geholt. „Er hat nicht fünf Minuten gezögert, die Schausteller gerade in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen“, berichtete Ostermann-Betriebsstättenleiter Mario Legrum und fügt hinzu: „Die Haaner warten auf ihre geliebte Kirmes!“

Das bestätigte Bürgermeisterin Bettina Warnecke aus eigener Erfahrung: „Ich habe so viele Mails mit der Frage bekommen, ob es keinen Ersatz für unsere Kirmes geben kann.“ Mit der städtischen Unterstützung wolle man diesem Wunsch der Bürger nachkommen, aber auch die Einnahmen für die Schausteller in schweren Zeiten sichern.

Die sind erleichtert, dass überhaupt wieder Veranstaltungen erlaubt werden. Beim „Haaner Freizeit-Spaß“ wird es als große Fahrgeschäfte den Musik Express, Break Dance, den in Haan beliebten Voodoo Jumper, Autoscooter und „Das Geisterdorf“ geben. Kleinere Kinder können unter anderem auf die Kinderachterbahn „Willy, der Wurm“ oder zum Ballwerfen und Entenangeln. Kulinarisch stehen Zuckerwatte, Mandeln, Schokofrüchte und Eis sowie etwas deftiger Bratwurst, Pommes, Fisch, Steak und Crepes auf der Karte. Auch alkoholische Getränke wird es in Maßen geben.

Im Gegensatz zur Haaner Innenstadt ist ein derartiger Pop-up-Park auf dem Ostermann-Parkplatz auch unter Hygieneschutz-Vorschriften möglich, weil das Gelände umzäunt ist. Dadurch ist der Eintritt der Besucher kontrollierbar, die sich beim Betreten registrieren lassen müssen.

„Außerdem prüft das Kreisgesundheitsamt vor der Genehmigung beispielsweise, ob im Hygienekonzept Desinfektionsmittel und die Möglichkeit zum Händewaschen vorgesehen sind, ob die Aussteller eigene Konzepte haben und wie der Wartebereich vor Karussells geplant ist“, erläuterte Rainer Skroblies vom städtischen Ordnungsamt. Etwa 700 Menschen werden sich bei einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen. Am Eingang und an Karussells, wo sie keinen größeren Abstand einhalten können, müssen sie Mund-Nase-Schutz tragen.

Für den Hygiene-Mehraufwand nehmen die Veranstalter einen Euro „Eintritt“.