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Wülfrath: Gute Küche für guten Zweck

Wülfrath : Gute Küche für guten Zweck

Beim Promi-Kochen im Altenheim greift die neue Führung der Diakonie Aprath erstmals zum Kochlöffel. In der Therapie-Küche wird ein Drei-Gänge-Menü zubereitet.

Pfarrer Jörg Hohlweger und Gerhard Schönberg sind die heutigen Promis beim traditionellen Promi-Kochen des Altenheim Fördervereins. Für den neuen theologischen Vorstand der Bergischen Diakonie Aprath ist das Neuland.

Sein Vorstandskollege für die Finanzen hat indes an dieser Stelle schon einmal den Kochlöffel geschwungen. "Ich vertraue auf Schönberg. Als Kerstin Griese hier kürzlich kochte, habe ich am Essen teilgenommen", erzählt Hohlweger. "Es ist ein Geschenk, dass Menschen sich für die Aktion zur Verfügung stellen. Schließlich kommt der Erlös dem Förderverein und damit den Bewohnern zugute."

Den Tisch neben der Therapie-Küche von Haus-August-von-der-Twer hat Brita Bigge-Bender, Sozialer Dienst, stilvoll für 18 Personen gedeckt. Er wirkt wie ein Ruhepol. In der kleinen Küche geht es turbulenter zu. Da drängen sich Köche und Helferinnen. In den Ablauf soll Struktur gebracht werden. In welcher Reihenfolge müssen die Speisen für das Drei-Gänge-Menü vorbereitet werden? "Wo ist hier was zu schnibbeln", fragt Paula Zwilling.

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"Ich koche relativ selten. Höchstens das, was man so aus der Studentenzeit kann. Spiegelei, Salat, vielleicht auch mal ein Steak. Meine Frau ist hingegen eine phantastische Köchin", räumt Hohlweger ein. Dafür haben Christof Schmitz, Chefkoch des BDA-eigenen MCS (Managed Care Service), und Jungkoch Daniel Knoop im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. "Ein bisschen vorbereitet", schmunzelt Schmitz.

Bevor der Vorstand das Koch-Zepter übernahm, haben die beiden Vorgekochtes sowie Salat und Wirsing, gewaschen und geputzt, angeliefert. Sogar frisch geriebene Muskatnuss und viel Sahne für eine Soße sind dabei, selbst bereits geriebene Kartoffeln für die Kartoffelplätzchen. Zur Einstimmung auf den Koch-Event reicht Pflegedienstleiterin und kommissarische Heimleiterin Maria-Anne Forysch Sekt.

Wirsing brodelt im Wasser

Schönberg übernimmt die Koch-Regie. "Ich koche gern. Aus Zeitgründen leider nicht oft", sagt er. Er sieht auf die Uhr. "Wann wird gegessen?" Bald brodelt im Wasser der Wirsing. Es riecht leicht angebrannt. "Ist nur Wasser, das kann nicht anbrennen", lacht Fördervereinsvorsitzende Anni Wilken. Für den Wirsing soll Sahnesoße vorbereitet werden. "Weiß jemand, wo hier ein Schneebesen ist", fragt Schönberg. Alle suchen. In der untersten Schublade findet sich einer. Hohlweger rührt in einem Topf das vorbereitete Geschnetzelte.

In großer Runde wird über den besten Zeitpunkt diskutiert, die Putenstreifen zum Salat anzuwärmen oder zu braten. Mit vereinten Kräften entsteht ein köstliches Menü: Salat mit Putenstreifen, Geschnetzeltes mit Wirsing und Kartoffel-Plätzchen, Apfelstrudel mit Vanillesoße. Dazu gibt es Rot- und Weißwein und Grappa als Absacker.

(rmg)