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Mettmann: Grundstücke im Sonderangebot

Mettmann : Grundstücke im Sonderangebot

Kämmerer Reinhold Salewski hofft auf Verkaufserlöse in Mettmann-West.Anteil an der Einkommen- und Gewerbesteuer sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Kämmerer Reinhold Salewski hofft auf möglichst viele Grundstücksgeschäfte im nächsten Jahr. Denn die Stadt freut sich über jeden Euro, der in die Haushaltskasse kommt. Flächen sind im Innovationspark Mettmann-West ausreichend vorhanden. Dort schwingt das Autohaus Huppert derzeit den Spaten und baut ein nagelneues Domizil. Lotus-Rennsport will nebenan bauen.

„Das Gelände ist ideal. Es liegt in unmittelbarer Nähe zur Autobahn und zum Flughafen“, wirbt Salewski. Aber: Die Zeiten, in denen Firmen Schlange standen, um Bauland zu kaufen und sich an einem neuen Standort anzusiedeln, sind offenbar vorbei, meint der Kämmerer. Die Stadt rührt dennoch kräftig die Werbetrommel und hat Makler und Steuerberater mit ins Boot geholt, die bei der Suche nach Investoren mithelfen sollen. Die städtischen Grundstücke auf dem ehemaligen Seibelgelände sind alle verkauft worden. Lediglich eine Restfläche von 2000 Quadratmetern am Schellenberg befindet sich noch im Besitz der Stadt. „Wir brauchen Tauschflächen“, sagt Salewski, der keine Eile sieht, das Gelände an den Mann oder die Frau zu bringen. Zurück zum Haushalt: Die Personalausgaben sind mit 25,7 Prozent immer noch der dickste Brocken im Verwaltungshaushalt. Rund 21,2 Millionen Euro hat der Kämmerer für 2008 als Ansatz ausgewiesen. Aber: Die Stadt gibt im Vergleich zu 2007 rund 50 000 Euro weniger aus und dies obwohl sie in 2008 neun neue Stellen schafft. Die Kürzungen beim Weihnachtsgeld, die Streichung des Urlaubsgeldes, Nullrunden und Arbeitszeitverlängerungen ergeben zusammen mit Stellenabbau diese „Wenigerausgabe“.

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Mehr Geld für Schulen

Um welche neun neue Stellen geht es: Vier Erzieherinnen in den Kindertagesstätten, vier Stellen bei der Feuerwehr und eine in der Familienhilfe. Die Stellen werden zwar zum Teil refinanziert durch Gebühren und Krankenkassen-Zuschüsse, doch die Sozialversicherungskosten und Rückstellungen bleiben bei der Stadt hängen. Erheblich aufgestockt wurden die Ausgaben für die Unterhaltung der Gebäude und Außenanlagen. Beispielsweise bei den bei den Schulen von 300000 auf 610000 Euro.

Was den Kämmerer freut, sind die gestiegenen Einnahmen bei der Gewerbesteuer (14,5 Millionen Euro) und beim Anteil an der Einkommensteuer (18,3 Millionen Euro. Auch Schlüsselzuweisungen und Schulpauschale können mit fast 800 000 Euro höher (rund 5,1 Millionen Euro) als 2007 veranschlagt werden.

Die Stadt, so stellte Kämmerer Salewski, bei der Einbringung des Haushaltsplan-Entwurfs fest, ist auf dem besten Weg die Zeit als Nothaushaltsgemeinde in 2008 hinter sich zu lassen.

(RP)