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Grüne stellen sich per Video-Konferenz vor

Mettmann : Grüne stellen sich per Video-Konferenz vor

Bis zu 100 Teilnehmer wären möglich gewesen, doch nutzten bei der Premiere lediglich 14 interessierte Bürger das neue digitale Angebot der Partei. Bürgermeisterkandidat Nils Lessing will am 10. Juni noch einmal in eigener Sache nachlegen.

Den digitalen Weg ging jetzt Corona-bedingt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, um die auf den vorderen zwölf Plätzen stehenden Kandidaten der „Grünen Liste“ für die Kommunalwahl 2020, 13 Frauen und zehn Männer, zu präsentieren, vorzustellen. Über diverse Netzwerke war die Einwahladresse zur Konferenz kommuniziert worden. 100 Teilnehmer wären möglich gewesen, doch nutzten lediglich 14 Interessenten das neue Angebot.

Moderatorin Natalie Schiebener hatte ihre Parteikollegen gebeten, neben den persönlichen Angaben auch darauf einzugehen, wie lange sie in Mettmann leben und Parteimitglieder sind sowie ihre politischen Schwerpunkte zu benennen. Im Chat konnten die Zuhörer Fragen hinterlassen, die nach der Vorstellungsrunde beantwortet wurden.

Einige Beispiele: Eberhard Backeshoff, Platz 12 auf der Liste und seit 2009 Parteimitglied, eröffnete die Runde. Seine 62 Lebensjahre hat er bis auf eineinhalb im benachbarten Erkrath (Hochdahl) in der Kreisstadt verbracht. „Nachhaltigkeit und die Verkehrswende in unserer Stadt durchzusetzen“ sind seine Kernziele. Heike Linnert lebt „von Anbeginn der Zeiten“ in Mettmann, trat 2009 in die Partei ein und setzt sich für die Stärkung des Radverkehrs, solidarische Landwirtschaft und „gegen rechte Strömungen“ ein. Thomas Schött, seit 2003 Mettmanner, sei „immer schon grün gewesen“. Seine Themen: ökologische Verkehrswende, Klima- und Schule. 

Seit einem Jahr ist Bettina Hogendart Parteimitglied und möchte sich besonders für „gerechte Bildungspolitik sowie ein nachhaltiges und gutes Leben in Mettmann“ einsetzen, wo sie seit drei Jahren lebt. Bereits seit 36 Jahren ist Heike Ogan bei den Grünen. Die 62-Jährige ist in Mettmann geboren und wünscht sich eine „transparentere und nachhaltiger arbeitenden Stadtverwaltung, für die eine modernere und straffere Struktur geschaffen werden sollte“. Nils Lessing, Bürgermeister-Kandidat der Partei, kam bereits in 80er Jahren als Schüler zu den Grünen. „Tschernobyl war für mich der Auslöser“, berichtet der 52-Jährige. Neben Klimapolitik sieht er seinen Schwerpunkt in der Schul- und Jugendpolitik. Näher wird er sich und seine Ziele als Bürgermeisterkandidat am 10. Juni um 19.30 Uhr digital vorstellen, nähere Informationen dazu unter www. gruene-mettmann.de.

Platz 1 der „Grünen Liste“ belegt Rebecca Türkis, die seit 2004 Parteimitglied ist. Besonders einsetzen möchte sie sich für „nachhaltige Entwicklung“ in Mettmann und das Projekt „Essbare Stadt“ vorantreiben. Auch ist sie überzeugt, dass sich „für das Klima lokal viel tun lässt“. Nach einer Stunde endete die wohl erste digitale Vorstellung einer Kandidatenliste im Kreis, nachdem alle Fragen der Zuhörer beantwortet waren.