Grauer Himmel dämpft die Einkaufslust

Verkaufsoffener Sonntag in Mettmann : Grauer Himmel dämpft die Einkaufslust

Der verkaufsoffene Sonntag lockte nur eine überschaubare Anzahl an Kunden zu Blotschenmarkt und in Geschäfte.

Nicht viele Besucher haben sich in die schmalen Gassen der Mettmanner Innenstadt verlaufen. Mit Schirm und Regenjacken ausgestattete Menschen trotzen dem Regen und den Windböen. Schutz finden sie in den Geschäften, die sich am verkaufsoffenen Sonntag beteiligen. Sie haben ihre roten Teppiche ausgerollt, die nach kurzer Zeit durchgeweicht sind.

Dennoch gilt: „Wir sind hoch motiviert“, erklärt Astrid Fredrich-Winzen vom „Projekthunde – Hundelädchen“. Kekse und Tee stehen für Kunden bereit. Zum ersten Mal hat Anita Renata Licina vor dem Hundelädchen ihren Stand aufgebaut und stellt Kosmetik vor. „Vegan, tierversuchsfrei und schadstofffrei“, erklärt sie. Die Verpackung ist ebenfalls umweltfreundlich – entweder aus Glas oder aus abbaubaren Materialien.

Auch auf dem Blotschenmarkt ist nicht viel los. Die meisten Besucher drängen sich unter den Vordächern der Glühweinstände zusammen. „Das ist aber auch ein Wetter“, seufzt Frank Frei. „Aber ein Glühwein schmeckt immer.“ Für die Standbetreiber ist der Regen nicht sehr förderlich. Sie hoffen darauf, dass er aufhört und bei anbrechender Dunkelheit doch noch Besucher kommen. Denn dann ist die Stimmung auf dem Blotschenmarkt am schönsten.

Im Blumenladen Speck hat man sich völlig auf Weihnachten eingerichtet. „Hier glitzert alles“, meint Michaela Chironi. Vor allem der 1970er Retrolook sei derzeit angesagt. „Orange, Bordeaux“, zählt sie als aktuelle Modefarben auf. Eine traditionelle Blume, die seit einigen Jahren wieder sehr gefragt ist, ist die Amaryllis. „In allen Farben“, wie Rot, Weiß oder Rosa. Aber natürlich mögen es immer noch viele Menschen ganz klassisch bei der Weihnachtsdeko. „Rot und Gold“, sagt Chironi, „vor allem die Kinder.“

Während der Regen die Straßen ziemlich leergefegt hat, tummeln sich in der Galerie Königshof die Besucher. Hier lässt es sich bequem durch die Gänge bummeln – trocken und angenehm temperiert. „Ich war auf der Suche nach Geschenkpapier aus Recyclingpapier“, erzählt Emilia Storsberg und zeigt eine Rolle vor. „Jetzt muss ich die nur noch trocken zum Auto bringen“, meint sie lachend. Antonia Valerie hat sich ein paar Winterstiefel gekauft. „Wenn ich arbeiten muss, habe ich abends keine Lust mehr, um noch shoppen zu gehen“, verrät sie. „Deshalb nutze ich den verkaufsoffenen Sonntag gerne.“

Werner und Margot Blaschke genießen den Trubel in der Galerie. „Eigentlich brauchen wir gar nichts“, verrät Werner, „wir haben unsere Geschenke schon zusammen. Wir beschenken uns gegenseitig auch nur mit einer Kleinigkeit“, sagt Margot. „In unserem Alter hat man schon alles.“ In den Königshof sind sie gekommen, weil es regnet. „Da will man ja nicht unbedingt im Wald spazieren gehen“, meint Werner lachend. „Und hier ist es trocken und hell.“

Jasmin Weise ist schon fündig geworden. Sie hat erlesene Pralinen gekauft. „Die schicke ich zu Weihnachten meiner Tante nach Kanada“, verrät sie und fügt lächelnd hinzu: „Die kanadische Schokolade schmeckt furchtbar.“ Zuhause wird sie alles hübsch verpacken. „Und dann lege ich noch ein paar selbstgebackene Plätzchen dazu.“