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Mettmann: Goldberger Teich immer noch Baustelle

Mettmann : Goldberger Teich immer noch Baustelle

Das Überlaufbecken soll Ende Juli geflutet werden. Die Arbeiten sind wieder mal ins Stocken geraten.

Zwar ist das neue Überlaufwerk am Goldberger Teich fertiggestellt worden, doch es sind noch Restarbeiten zu erledigen und Baumängel abzustellen, bestätigt Peter Schu, stellvertretender Geschäftsführer des Bergisch-Rheinischen-Wasserverbandes (BRW). Er ist unglücklich über die derzeitige Situation. "Ich würde ja gerne Druck aufbauen, doch das nützt nichts, weder der Firma, noch uns." Derzeit sind Arbeiter dabei, einen Zaun rund um das neue Überlaufwerk anzulegen. Doch es bleibt noch viel zu tun.

Die Baufirma hatte den Auftrag vom BRW erhalten, ein neues Überlaufwerk zu bauen. Das alte Bauwerk war marode und entsprach nicht mehr dem Stand der Technik. Seit Jahren steht der Neubau des Stauwerks auf der Agenda des BRW. Mit dem neuen Bauwerk können bei Starkregen die Wassermengen geregelter als bislang in den Mettmanner Bach geleitet werden. Rund zwei Millionen Euro investierte der Verband in den Neubau der Anlage.

Die Baufirma begann im vergangenen Jahr mit den Arbeiten. Doch dann stoppte eine Insolvenz des Unternehmens den Baufortschritt. Es gab monatelange Verzögerungen. Eigentlich sollte die Baustelle bis Dezember abgeschlossen sein, doch erst vor wenigen Wochen verschwanden die Ampeln und die Goldberger Straße wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

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Seitdem hat sich nicht viel verändert am und um den Teich. Das Gras hinter einem Bauzaun wächst weiter, Müll liegt herum, die Papierkörbe sind übervoll. "Die Baufirma und ihre Subunternehmen werden jetzt die Mängel beseitigen und die restlichen Bauarbeiten ausführen", gab sich Schu optimistisch. Er geht davon aus, dass der Goldberger Teich, der eigentlich ein Regenüberlaufbecken ist, Ende Juli wieder geflutet werden kann. Dann ist der Wasserspiegel zehn Zentimeter höher als früher. "Obermüller" Hans-Günther Kampen wird das freuen. Er bekommt wieder Wasser auf die Mühlräder und kann so in der Mühle Strom erzeugen. Die Fische, die noch im Teich leben, werden ebenfalls vom höheren Wasserspiegel profitieren. Auch der "einsame" Schwan hat eine größere Wasserfläche zur Verfügung. Derzeit ist nämlich fast der halbe Teich zugewachsen. Der Bauzaun, der jetzt rings um den Teich steht, soll durch einen stabilen Zaun ersetzt werden. Und zwar erst dann, wenn der Teich wieder geflutet ist. Die Schlammflächen im Uferbereich, die jetzt freiliegen, können für Kinder zu einer Falle werden. "Die Flächen sehen aus, als ob sie abgetrocknet sind. Aber wenn man sie betritt, besteht die große Gefahr, einzusinken, und dann kommt man ohne Hilfe nicht mehr aus", sagt Schu.

Übrigens: Die beiden Kunstwerke, an denen sich die Gemüter erhitzten, hat der Bergisch-Rheinische Wasserverband dem Kreis Mettmann übergeben. "Was der Kreis damit macht, weiß ich nicht", sagt Schu, "entweder einlagern oder entsorgen".

(RP)