Wülfrath: Giraffen und Zebras singen

Wülfrath : Giraffen und Zebras singen

Im Musikraum der Lindenschule präsentieren 25 Kinder ein Musical. Sabine Franke-Springenberg hat das Stück mit der Chor-Arbeitsgemeinschaft seit April einstudiert.

Im Musikraum der Lindenschule herrscht Hochstimmung. Der Lindenchor führt heute das Musical, "Tuishi pamoja – Eine Freundschaft in der Savanne", auf. Eltern, Großeltern, Geschwister, Lehrerinnen warten gespannt. Akteure zeigen Lampenfieber.

In der Chor-AG von Sabine Franke-Springenberg haben die rund 25 Erst- bis Viertklässler das Musikstück seit kurz vor den Osterferien einstudiert. Alle bekommen Auftrittsapplaus – Giraffen in gelben T-Shirts mit dunklen Punkten, braune Erdmännchen, schwarzweiß gestreiften Zebras, Chorleiterin, Sprecher.

Im Hintergrund der improvisierten Bühne strahlt auf einem großflächig gemalten Bühnenprospekt eine Sonne über der Wüste. "Ihr habt euch so zahlreich eingefunden, um die Geschichte von Raffi und Zea zu erfahren, eine wahre Geschichte über die Freundschaft", sagt "Sprecher" Simon.

Das Spiel um ein Giraffen- und ein Zebrakind, die sich mögen, kann beginnen. Sie haben nur ein Problem. Ihre Herden sprechen nicht miteinander. Die Giraffenherde besingt ihre Schläue, ihre Schnelligkeit und "Punkte sind cool, ja sie sind der Hit". Die Zebras setzten ein Loblied auf Zebrastreifen dagegen. Plötzlich laufen die Tiere verschreckt durcheinander. Dynamische Musik erklingt. Franke-Springenberg hält ein Schild hoch. "Die Löwen kommen."

Im großen Durcheinander bleibt Raffi allein zurück. Voll Angst singt er über Freunde in der Herde. "Ach, wärt ihr bei mir". Im Nebel nächtlicher Traumgeister stoßen Raffi und Zea aufeinander. Sie reden, als könnten sie sich nicht leiden.

Wieder erscheint das Schild, "Die Löwen kommen". Hand in Hand laufen Giraffe und Zebra fort. Schließlich versuchen einmal mehr drei pfiffige Erdmännchen zu vermitteln. "Raffi und Zea haben schon kapiert, dass sie zusammen besser dran sind gegen die Löwen. Jetzt müssen wir ihren Herden Bescheid sagen."

Zum glücklichen Ende singen alle fröhlich auf Swahili und Deutsch den großen Song, "Tuishi pamoja, daima milele! Wir wollen Freunde sein für immer!" Das Publikum spendete großen Applaus und "Bravo"- und "Zugabe"- Rufe. Es klatschte im Rhythmus, als der Chor, "Tuishi pamoja..." wiederholte.

Marlies Leuth, Leiterin der Grundschule Lindenstraße, bedankte sich bei Franke-Springenberg für die sehr gelungene Aufführung.

Die bedankte sich ihrerseits bei ihrer "Großfamilie" für viel Unterstützung. Eltern Franke bemalten die Giraffen- und Zebra-T-Shirts. Die Töchter halfen bei der Aufführung, die wiederum Schwester Petra Franke-Schönekes auf Video festhielt.

Für die Technik zeichnete Sohn Florian verantwortlich. "Das mache ich leidenschaftlich. Ich möchte Veranstaltungstechnik später beruflich machen. Ein tolles Erlebnis mit den vielen Knöpfen umzugehen."

(rmg)
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