Erkrath: Gemälde fürs Jubiläumsbuch

Erkrath : Gemälde fürs Jubiläumsbuch

Die St. Sebastianus-Bruderschaft Erkrath bereitet sich auf ihr 525-jähriges Bestehen vor.

Im Jubiläumsjahr 2009 wird die St. Sebastianus-Bruderschaft Erkrath 525 Jahre alt. Ein Ereignis, das mit Stolz erfüllt. Für den ersten Brudermeister Dr. Thomas Kirchhoff ist damit auch die Verpflichtung verbunden, den Traditionsverein in die nächste Generation zu führen. Bislang hat das ganz gut geklappt. „Wir haben die Alterspyramide gut im Griff. Der Wert der Bruderschaft wird deutlich erkannt.“ Als Beweis nennt er die Verjüngung bei den Königspaaren der letzten Jahre.

Die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten sind längst angelaufen. Bei einer Romwallfahrt mit Besuch des Vatikans, Papstaudienz und Kennenlernen von historischen Highlights wollen die Sebastianer vom 25. bis 30. Oktober schon in diesem Jahr die Verbundenheit zu den Bürgern intensivieren. Wer mitfahren möchte (im Preis von etwa 600 Euro ist der Flug enthalten), sollte sich beim Brudermeister unter Tel. 0211 243850 melden.

Archiv für Königssilber

Im Jubiläumsjahr wollen die Sebastianer ein Buch mit gemalten Bildern von Erkrath herausbringen. Einige der Gemälde, die darin abgebildet werden, waren bereits bei einer Ausstellung vor zwei Jahren im Festzelt zu bewundern. Die Auswahl der Kunstwerke, die überwiegend aus Privatbesitz von Erkrather Familien stammen, übernehmen der Künstler Siegfried Halbe sowie Mitglieder der Bruderschaft. Um die Textgestaltung kümmern sich unter anderen Thomas Lier, Joachim Jüntgen und Michael Wichard. Das Buch soll in einer Auflage von 525 Stück erscheinen. Wer noch Kunstwerke mit Motiven der gemalten Heimat zum Bildband beisteuern möchte, kann sich gleichfalls an den Brudermeister wenden. Es sind schon viele schöne Werke aus guten Stuben der Bürger eingereicht worden, wie etwa von Claudia Dedden zwei Motive aus dem Neandertal.

Bis 2009 streben die Schützen eine vertragliche Regelung mit der katholischen Kirche an, um an der Kreuzstraße das „Sebastianer-Haus“ zwischen Pfarrsaal und Küster-Wohnhaus in ihre Obhut nehmen zu können. Dort will die Bruderschaft ein Archiv anlegen und ihr derzeit bei Privatleuten gelagertes Königssilber nebst den Fahnen zentral aufbewahren. Der Saal kann dann trotzdem noch von anderen Gruppen genutzt werden. Die Unterstützung der Pfarre St. Johannes der Täufer ist zugesagt.

Das Schützenfest, das traditionell um Fronleichnam herum gefeiert wird, soll mehr Besucher locken. Die Umgestaltung des Festplatzes, ein attraktiveres Zelt, eine Cafeteria und ein großes Fahrgeschäft sollen die Kirmes bereichern. In Zusammenarbeit mit Erkrather Vereinen soll der „Stadtflucht“ an Fronleichnam entgegen gewirkt werden.

(RP)
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