Mettmann: Gefahrenherd Kaminofen

Mettmann: Gefahrenherd Kaminofen

Im Winter heizen manche Öfen im Dauerbetrieb. Oft verrußt der Schornstein mangels Pflege der Feuerstätte und entzündet sich. Die Feuerwehr warnt davor, falsches Brennmaterial zu verwenden.

In der kältesten Zeit des Jahres rückt die Feuerwehr in ganz Deutschland immer wieder aus, um Kaminbrände zu löschen. Der Grund: Bei frostigen Temperaturen heizen manche Öfen im Dauerbetrieb. Oft verrußt der Schornstein mangels Pflege der heimischen Feuerstätte und entzündet sich. Aufgrund der Rauchentwicklung und der heißer werdenden Wände im Haus rufen Familien die Feuerwehr — und das ist auch gut so.

Nur gut getrocknetes und unbelastetes Holz gehört in den Ofen. Lackiertes oder nasses Holz schadet dem Kamin. Foto: dpa-tmn

Denn einen solchen Brand sollte man nicht selber löschen. "Da müssen schon Experten ran", sagt René Rahner, Stadtbrandmeister in Wülfrath. Erst Ende vergangenen Jahres mussten er und seine Kollegen zu einem solchen Brand rausrücken. "Das kommt etwa drei oder vier Mal im Jahr vor", sagt er.

"Gute Arbeit der Schornsteinfeger"

Ein großer Sachschaden fällt Rahner auf Anhieb aber nicht ein. "Das liegt daran, dass die Schornsteinfeger sehr gute Arbeit leisten", sagt der 49-Jährige. Sie würden die Kaminbesitzer darauf vorbereiten, wie man mit einem solchen Ofen umzugehen habe. Ulrich Benders, Schornsteinfegermeister im Bezirk Mettmann, empfiehlt, die Kaminrohre einmal im Jahr zu reinigen. "Frei laufende Rohre kann man selbst säubern, etwa mit einer Kesselbürste, einem Handfeger oder einem Staubsauger", sagt der 45-Jährige. Schwieriger wird es bei eingemauerten Kaminen. "Da sollte ein Schornsteinfeger ran", empfiehlt Benders.

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Während die Familien bei einem Brand chancenlos und auf die Hilfe der Feuerwehr — die bei einem solchen Einsatz zusätzlich einen Schornsteinfeger alarmiert — angewiesen sind, können sie aber einiges tun, um den Gefahrenherd gar nicht erst aufkommen zu lassen. Neben der regelmäßigen Reinigung sollte man darauf achten, was man in den Ofen wirft.

"Da sollte nur trockenes, naturbelassenes Holz rein", sagt Ulrich Benders. Was in einem Ofen gar nichts zu suchen hat, sind Tannenbäume, Papier und Pappe sowie lackiertes Holz. Rahner ergänzt, dass ein Einsatz bei einem Kaminbrand im Grunde nicht kostenpflichtig ist. "Wer den Ofen aber falsch beheizt, der kann in Regress genommen werden", warnt er.

"Eine Feuerstelle sollte zudem nie mit zu viel Holz überlastet werden", sagt Ulrich Benders. Er verweist darauf, dass "Feuer eine Ur-Gewalt ist, von der wir wissen müssen, wie man sie richtig lenkt und steuert". Darum ist laut Bundesimmissionsschutzgesetz eine Beratung für Ofen-Besitzer Pflicht. "Wer einen neuen Ofen hat, muss diesen kontrollieren lassen, bevor er angeschmissen wird", sagt Benders. Zwar liege bei den neuen Öfen eine Beschreibung bei. "Allerdings sollte man sich zeigen lassen, wie man den Ofen richtig anzündet."

(RP/rl)